Vom 4. bis 6. Februar 2026 war Berlin der Mittelpunkt der internationalen Obst- und Gemüsebranche. Zum 33. Mal trafen sich auf der „Fruit Logistica“ rund 2.600 Aussteller aus circa 90 Ländern, sowie Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus über 150 Nationen. Die „Fruit Logistica“ bringt den globalen Fruchthandel zusammen – in einer Zeit, in der sich Märkte, Lieferketten und Geschäftsmodelle spürbar verändern.

Sie ist die führende Fachmesse für den globalen Fruchthandel. Sie bildet die gesamte Wertschöpfungskette der Obst- und Gemüsebranche ab – vom Erzeuger bis zum Verbraucher – und schafft damit eine Plattform, auf der Austausch, Orientierung und konkrete Lösungen zusammenkommen.

„Die „Fruit Logistica“ ist der Ort, an dem sich der globale Fruchthandel ausrichtet und weiterentwickelt“, sagt David Ruetz, Senior Vice President der Messe Berlin. „Keine andere Veranstaltung verbindet internationale Reichweite, Innovation und Marktwissen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in dieser Dichte.“

In diesem Jahr war, wie schon 2025, Usbekistan erneut mit einem beeindruckenden Stand vertreten.

Die hohe Internationalität prägte auch 2026 das Bild der Messe. Unternehmen aus etablierten Exportländern ebenso wie aus aufstrebenden Märkten nutzten die „Fruit Logistica“, um Präsenz zu zeigen, neue Partnerschaften aufzubauen und sich strategisch zu positionieren. Klimawandel, steigende Produktionskosten, volatile Märkte und veränderte Konsumgewohnheiten machen den persönlichen Austausch wichtiger denn je.

„Gerade in herausfordernden Zeiten braucht die Branche Orte, an denen sie gemeinsam nach vorne blickt“, betont David Ruetz. „Die „Fruit Logistica“ bietet genau diesen Rahmen.“

Einzigartige Produktvielfalt

Usbekistan hat eine Fülle an unterschiedlichsten Produkten anzubieten. Der unvergleichliche Geschmack usbekischer Früchte ist zu einer Art Visitenkarte des Landes geworden. Schließlich wurden sie schon seit der Antike von großen Khanen und Emiren genossen. Auch heute noch ist Usbekistan für seine Früchte berühmt, so wie schon vor Jahrtausenden.

Im nationalen Pavillon „Made in Uzbekistan“, der mit Unterstützung der usbekischen Industrie- und Handelskammer organisiert wurde, präsentierte sich das agrarindustrielle Potenzial des Landes umfassend. Über 20 usbekische Produzenten stellten ihre Produkte den internationalen Einkäufern und weiteren potenziellen Partnern vor.

Usbekistan hat köstliche Früchte, von denen hier nur einige vorgestellt werden können. Dazu gehören Melonen: Über 150 verschiedene Sorten von Melonen werden in Usbekistan angebaut, wobei die „Torpedo“ (Mirzachul) besonders für ihre unglaubliche Süße und ihr Aroma bekannt ist. Sie wird oft als „Honig der Wüste“ bezeichnet. Wassermelonen aus Usbekistan sind bekannt für ihre knackige, erfrischende und unglaublich saftige Konsistenz, besonders im Sommer oder auch im Spätsommer. Melonen aus Usbekistan kann man bereits in einigen deutschen Supermärkten erwerben, doch besteht zweifellos noch ein großes zusätzliches Exportpotential.

Eine weitere Frucht, die in Usbekistan überall aufzufinden ist, sind Aprikosen (Uryuk). Sie sind klein, süß und duftend. Es ist ein Grundnahrungsmittel und bei Festen und Feiern immer aufzufinden. Sorten wie „Kandak“ sind in Usbekistan besonders beliebt. Aprikosen kommen natürlich nicht nur frisch, sondern auch in unterschiedlichsten getrockneten Varianten vor.

Usbekistan ohne Trauben ist unvorstellbar. Diese sind unglaublich vielfältig in Farbe und Form, wobei die Weinberge von Samarkand berühmte süße Sorten wie „Kishmish“ und „Sultana“ hervorbringen.

Nicht zu vergessen sind Granatäpfel. Bekannt für ihre Größe und ihren süß-säuerlichen Saft, sind sie besonders beliebt in der Region von Fergana. Aber auch in anderen Regionen Usbekistans wie Bukhara, Xhiva oder Karakalpakistan, um nur einige zu nennen, sind Granatäpfel sehr beliebt.

Weitere bemerkenswerte Früchte aus Usbekistan sind Kakis, Feigen, Birnen, Quitten, Äpfel, Pfirsiche, Nektarinen, Maulbeeren, Quitten und Zitronen.

Trockenfrüchte, ein Exportschlager

Usbekistan ist ein bedeutender Exporteur hochwertiger Trockenfrüchte, darunter Rosinen, getrocknete Aprikosen (mit oder ohne Kerne), Pflaumen und getrocknete Feigen, die in der lokalen Küche und als Snacks fester Bestandteil des täglichen Menüs sind.

Neben all diesen Köstlichkeiten wird in Usbekistan sehr gesundes Gemüse produziert. Dazu gehören unter anderem gelbe Karotten. Diese sind unverzichtbar für die Zubereitung eines authentischen Plows, da sie süßer sind als orangefarbene Karotten. Aber auch Tomaten aus Usbekistan sind berühmt für ihren intensiven, süßen Geschmack, insbesondere die Sorte „Jussupow“, die groß und fleischig ist und sich hervorragend für Salate eignet. Diese Salate werden oft durch Gurken ergänzt. Knackig und frisch, werden sie zusammen mit Tomaten serviert.

Eine weitere Besonderheit ist das Mineralwasser aus „Chortoq“, einem Ort im usbekischen Teil des Ferganatales in der Viloyat Namangan. Das Mineralwasser enthält 22 Mikroelemente, unter anderem Selen und Magnesium, aber auch mehrere Sulfate. Dies hat zur Folge, dass das Mineralwasser leicht salzhaltig schmeckt und insgesamt heilende Eigenschaften besitzt. Die ausgewogene Mineralstoffzusammensetzung eignet sich hervorragend zur Vorbeugung und Behandlung von verschiedenen Krankheiten sowie für den täglichen Genuss.

Besonderheit des Geschmacks

Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass im landwirtschaftlichen Anbau kaum Chemikalien eingesetzt werden, was die Produkte in ihrer Qualität sehr hochwertig macht. Usbekische Früchte, Beeren, Melonen und Nüsse haben, dank des fruchtbaren Bodens, des sauberen Wassers und des vielen Sonnenscheins einen ganz besonderen Geschmack. Usbekistan hat pro Jahr über 320 Sonnentage. Fast jede Region hat ihre eigenen Sorten und Anbaugeheimnisse, die zu dem einzigartigen Geschmack der Früchte beitragen.

Dennoch ist zu erwähnen, dass gerade in der Landwirtschaft das Thema „Wasser“ eine enorme Herausforderung darstellt.

Vorgestellt haben sich auf der „Fruit Logistica“ unter anderem das Unternehmen „Musaevs Agrifood“, welches 2017 gegründet wurde und seitdem einen expansiven Wachstumskurs eingeschlagen hat. Gerade auch der europäische Markt ist für diese Firma sehr interessant. Des Weiteren ist das Unternehmen „Sirdaya Beans Export“ auf einem guten Wege, den europäischen Markt für sich zu erschließen und zu „erobern“. Genauso wie EXIM AGRO, welches bereits mit diversen Großmarkt-Handelsketten in Europa zusammenarbeitet. Auf Früchte und Gemüse hat sich zudem das Unternehmen „ARIF“ spezialisiert. Aber auch Kräuter spielen in Usbekistan eine immer größere Rolle, auch für den Export. Dies hat das Unternehmen LETO sehr gut erkannt.

Rettung von Lebensmitteln

Besonders lobenswert und erwähnenswert ist die Tatsache, dass nach Beendigung der „Fruit Logistica“ sämtliche übriggebliebene Lebensmittel der „Berliner Tafel“ gespendet werden. Die „Berliner Tafel“ ist ein 1993 gegründeter gemeinnütziger Verein, der überschüssige, frische Lebensmittel von Supermärkten rettet und an bedürftige Menschen verteilt. Sie bekämpft Armut und Verschwendung durch die Versorgung von über 400 sozialen Einrichtungen. In diesem Jahr hat die Berliner Tafel nach eigenen Angaben bisher 45 Tonnen übriggebliebene Lebensmittel eingesammelt. Beim Transport der Waren aus den Messehallen unterm Funkturm haben das Technische Hilfswerk, die Feuerwehr und das Rote Kreuz die „Berliner Tafel“ mit insgesamt 24 LKW unterstützt.

Christian Grosse

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