Die neue Plattform soll die Sicherheit und Nachhaltigkeit des Transkaspischen Verkehrskorridors verbessern. Gearbeitet werden soll an der Funktionalität, um den Korridor in eine multimodale und wettbewerbsfähige Route zu verwandeln, die Europa mit Asien verbindet, und die Transportzeiten dadurch auf 15 Tage und weniger zu verkürzen. Die Veranstaltung fand am 12. Juni in Astana unter Beteiligung von Vertretern zentralasiatischer Länder und anderer Staaten, darunter auch der Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Kasachstan Monika Iwersen, sowie internationaler Finanzinstitutionen statt.

Marat Karabajew, Leiter des Verkehrsministeriums von Kasachstan, betonte die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur und die Stärkung der Verkehrsverbindungen als zentralen Aspekt für das Wirtschaftswachstum und den Wohlstand der Regionen. „Die Schaffung der Koordinationsplattform bietet eine einzigartige Gelegenheit, uns zusammenzuschließen, Erfahrungen und Ansichten auszutauschen, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass unsere Partner aus Armenien, Aserbaidschan, Georgien sowie der Türkei zu dieser Arbeit eingeladen sind, die angesichts der Umsetzung großer und nachhaltiger Ziele für die Entwicklung der Transkaspischen internationalen Verkehrsroute eine wichtige Rolle spielt“, so Karabajew wörtlich.

Im Namen der Republik Kasachstan dankte er den Vertretern der Länder und Organisationen für ihre Teilnahme und ihr Interesse an der Schaffung einer einzigartigen Plattform und dankte auch der Europäischen Union für ihre unschätzbare Unterstützung und Arbeit, die auf die Entwicklung der zentralasiatischen Länder abzielt.

EU wichtiger Partner der zentralasiatischen Länder

Henrik Hololei, Berater der Generaldirektion Internationale Partnerschaft der Europäischen Kommission, stellte wiederum fest, dass die für die Entwicklung des Transkaspischen Verkehrskorridors geschaffene Koordinierungsplattform einen bedeutenden Schritt nach vorn in unserer Zusammenarbeit markiere, die darauf abziele, Zentralasien und Europa näher zusammenzubringen. Nachhaltige Verkehrsverbindungen seien entscheidend für die Stärkung des Wirtschaftswachstums der Region und ihrer Vernetzung mit Europa. Die EU sei bestrebt, deren Partner bei der Erreichung ihrer Entwicklungs- und Umweltziele zu unterstützen.

Im Allgemeinen wird die Plattform zur Förderung des Korridors und zur Koordinierung der Bemühungen zur Umsetzung vorrangiger Projekte im Bereich der physischen und weichen Infrastruktur in Zentralasien beitragen. Es sollen Investitionen in die Eisenbahn-, Straßen- und Hafeninfrastruktur angeregt und koordiniert werden.

Die Entwicklung des Mittleren Korridors

Die Europäische Union ist bereits seit langem ein wichtiger Partner der zentralasiatischen Region. Die neu gegründete Plattform steht allen Spendern und Investoren offen, die sich bereits am Projekt des Transkaspischen Internationalen Verkehrskorridors beteiligen.

Die auch als Mittlerer Korridor bekannte Verbindungsachse soll den Handel zwischen Europa und Ostasien unabhängiger von Russland als Transitgebiet machen. Im Fokus steht seit längerem die Stadt Aktau am Schwarzen Meer, die immer mehr zu einem Verkehrsknotenpunkt wird. Das stärkt nicht zuletzt auch den Austausch zwischen Deutschland und Kasachstan, wie die Eröffnung des neuen Instituts für nachhaltige Ingenieurwissenschaften unter Beteiligung der DKU und der örtlichen Jessenow-Universität zeigt.

aro.

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