Für einige sind alte Dinge und Müll nur alte Dinge und Müll. Für andere dagegen ist es Material für zukünftige Kunstwerke. In unserem Leben geht Upcycling schnell. Das Goethe-Institut in Almtay zeigte kürzlich mit einem Workshop, wie man das Konzept praktisch umsetzt.

Upcycling – das Wort steht für Entsorgung und Nachhaltigkeit. Das heißt, anstatt gebrauchte Dinge und Gegenstände wegzuwerfen, recyceln progressive Menschen diese Dinge und verwenden Sie weiter, aber in einer anderen Form. So gibt Upcycling „Abfall“ ein zweites Leben und – besonders wichtig – schützt die Umwelt.

Woher kommt Upcycling?

Kein Wunder, dass der Begriff selbst in Deutschland entstand, einem Land, dessen Einwohner für Ihre Rationalität und Wirtschaftlichkeit bekannt sind. Ein umweltfreundlicher Lebensstil ist gesund und sogar modisch. Eine rücksichtsvolle Haltung gegenüber der Welt um uns herum ist etwas, das jeder von uns anstreben sollte. Der Workshop „Aus alt mach‘ neu“, der am 7.Februar im Goethe-Institut stattfand, zeigte das anschaulich. Mit den Teilnehmern haben wir über das interessante Konzept des Upcycling gesprochen.

Nikolaus, Lucas, Marouf und Pascal sind Sprachassistenten des Goethe-Instituts aus Karaganda, Pawlodar, Bischkek und Nur-Sultan. Sie verbrachten in Almaty den ersten Upcycling -Workshop. Aus Saftpackungen machten wir einen Geldbeutel für Kleingeld, eine leere Plastikflasche verwandelte sich in ein Sparschwein, und ein altes T-Shirt in eine neue Tasche.

Einer der Teilnehmer: „Insgesamt wollen wir Sprachassistenten vom Goethe-Institut junge Menschen in Kasachstan für Umweltthemen sensibilisieren und dazu motivieren, umweltbewusster zu leben. Müll soll vermieden werden – falls doch welcher anfällt, sollte dieser korrekt entsorgt oder sogar aufgewertet werden. Mit den Upcycling-Workshops wollen wir dazu inspirieren, kreativ mit Abfall umzugehen. Letztes Jahr hatten die Sprachassistenten schon Workshops unter dem Motto ‚Tschüss Plastik – Hallo Stoffbeutel!‘ organisiert.“

Ein Sprachassistent stellt sich vor…

„Ich heiße Nikolaus, ich bin 31 Jahre alt und komme aus Bayerisch-Schwaben. Ich habe in Würzburg Sonderpädagogik auf Lehramt studiert. Momentan arbeite ich als Sprachassistent des Goethe-Instituts am Sprachlernzentrum in Karaganda.

Es ist bereits mein drittes Mal in Kasachstan. Das erste Mal war nach meiner Geburt in Abai und Prostornoje (heute Akkoi). Außerdem nahm ich vor drei Jahren an einer Sommerschule des DAAD in Karaganda zum Thema „Menschen mit Behinderung“ teil. Außer in Karaganda war ich noch in Almaty und Nur-Sultan, ab und zu fahre ich nach Temirtau, wo ich meine Großtante besuche.“

… und beurteilt die Umweltsituation in Kasachstan:

„Puh, wo soll ich anfangen. Erstmal finde ich es schade, dass hier Müll kaum getrennt wird. Es wäre schon ein Anfang, wenn man zumindest Glas separat entsorgen könnte oder es ein Pfandsystem für Glasflaschen gäbe. Außerdem werden hier viel zu viele Plastiktüten verwendet. Leider sieht man diese dann überall in der Natur herumliegen. Das ist vor allem für die Landschaft Kasachstans bedauerlich.“

Ein umweltfreundlicher Lebensstil wird jetzt zu einem der grundlegenden Trends. Obwohl er sich noch nicht global durchgesetzt hat, kann man sich vorstellen, dass dies nur eine Frage der Zeit ist. Immerhin: Wenn man den beklagenswerten Zustand der Ökologie unseres Planeten als Ganzes betrachtet, versteht man, dass dies nicht nur eine modische Tendenz ist, sondern eine akute Notwendigkeit.

Unsere Assistenten gehen inzwischen weiter durch die Städte Kasachstans, um uns mit neuen ökologischen Trends vertraut zu machen. Denkt auch ihr daran, die Dinge mit Bedacht zu behandeln!

Kristina Librikht

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