Deutsche Weihnachtstraditionen mitten in Almaty: Der Deutsch-Klub des DAAD macht’s möglich.

Besinnliche Klänge, weihnachtlicher Tischschmuck und der feine Geruch von Zimt, Mandeln und Glühwein – all das erwartete die Teilnehmer des DAAD-Workshops „Plätzchen backen“, der Ende vergangener Woche in der Küche „Cookwell“ in Almaty stattfand. Kunden können die Räumlichkeiten des Studios gegen eine Gebühr stundenweise buchen und dort gemeinsam kochen, Kochlehrgänge veranstalten oder Feste feiern.

Die Idee zum Plätzchen-Workshop kam von DAAD-Lektor Thorsten Kaesler, der in seiner Freizeit selbst leidenschaftlich gern bäckt und kocht. Kaesler gehört außerdem zu den Organisatoren des DAAD-Deutsch-Klubs, der einmal die Woche stattfindet (im laufenden Semester immer donnerstags ab 19 Uhr an der Deutsch-Kasachischen Universität). „Wir haben noch nach Themen für diese Woche gesucht und fanden, dass die Vorweihnachtszeit eine gute Möglichkeit ist, um deutsche Traditionen aufleben zu lassen.“ Hintergrund ist, dass im Deutsch-Klub regelmäßig landeskundliche Themen behandelt und didaktisiert werden, so dass am Ende Landeskunde und Deutschunterricht miteinander einhergehen. „Dabei vermitteln wir die Inhalte oft auch interaktiv“, so Kaesler.

Produktive Küchenschlacht

So auch am vergangenen Donnerstag, als die rund zwanzig jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Instruktionen des DAAD-Lektors auf Deutsch lauschten. Alle wurden in vier Teams aufgeteilt und mit roten und gelben Schürzen ausgestattet. Dann zog jeder von ihnen einen Zettel mit Zutaten, die er zu seinem Team bringen sollte, um eines der Rezepte umzusetzen, die mitsamt deutsch-russischer Vokabelliste auf der langen Tafel auslagen. Die Mission: Zimtsterne und Schwarzweißgebäck.

Die vier Teams legten sich mächtig ins Zeug, mischten die Zutaten, kneteten Teig, zerrieben Mandeln, und stachen die Plätzchen auf dem mit Puderzucker bestäubten Untergrund aus. Natürlich kamen dabei auch der Spaß und der Austausch nicht zu kurz, schließlich war die Gruppe gut durchmischt – mit kasachischen und deutschen Teilnehmern, Studenten verschiedener Universitäten in Almaty und sogar Leuten von außerhalb. Ganz im Sinne des DAAD-Deutsch-Klubs, der sich mit seinem Angebot nicht nur an Akademiker richtet, sondern an „alle, die Deutsch können oder es lernen möchten“, wie Kaesler es betont.

Im Anschluss an die Küchenschlacht endete der Abend mit einer Verkostung, bei der die Plätzchen der Teams einer strengen Qualitätskontrolle unterworfen wurden. Geht es nach der DAZ, haben alle vier diese mit Bravour bestanden.

Christoph Strauch

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