Letzte Woche hatte die Türkei die internationale Staatengemeinde aufgefordert, die Schulen des türkischen Klerikers Gülen zu schließen. Dem in den USA ansässigen Geistlichen wird von dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan vorgeworfen, hinter dem Militärputsch vom 15. Juli zu stecken. Dies sei „eine Warnung für die anderen Länder“ gewesen, sagte der türkische Botschafter in Kasachstan, Newzat Uyanik am Freitag. Nachdem Usbekistan bereits im Jahr 2011 seine Gülen Schulen geschlossen hatte, folgte Tadschikistan im letzten Jahr. Seitdem sind Kasachstan und Kirgistan die einzigen zentralasiatischen Länder, in denen es noch Gülen Schulen gibt. Beide Staaten lehnen es jedoch strikt ab, ihre Gülen Schulen zu schließen. Der kirgisische Präsident Almasbek Atambajew erklärte, es sei absurd zu behaupten, dass seinem Land ein Coup drohe. Im Moment gebe es keine konkreten Hinweise. Auch die kasachische Regierung möchte die Schulen im eigenen Land behalten. Das kasachische Bildungsministerium erklärte, dass alle 27 Gülen Schulen bestehen bleiben würden und die Eltern der Schüler keine Angst vor einer Schließung haben müssten. Die Gülen Schulen in Kasachstan entstanden durch eine Vereinbarung zwischen dem kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew und dem damaligen türkischen Präsidenten Turgut Özal. PT

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