Der Deutsche Kinderschutzbund hat auf einen wachsenden Anteil verarmter Kinder in Deutschland hingewiesen. Inzwischen würden mehr als 2,5 Millionen Kinder auf Sozialhilfeniveau leben – eine Entwicklung, die in den Kommentaren der Tagespresse Beachtung findet.

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (Stuttgart)

Kluge Integrationspolitik muss Ressort übergreifend allen Kindern helfen, gleichgültig ob ausländischen oder deutschen. Wenn es in diesem immer noch reichen Land 2,5 Millionen arme Kinder gibt, dann hat die Politik versagt, sie hat das Grundgesetz mit seinem Sozialstaatsgebot missachtet und die UN-Charta für die Rechte der Kinder. Und sollte sich nichts ändern, dann besteht die Gefahr, dass sich diese Kinder ohne Perspektiven später einfach das nehmen, was ihnen die Gesellschaft vorenthalten hat. Die Kinderarmut von heute ist der soziale Sprengstoff von morgen.

MÄRKISCHE ODERZEITUNG (Frankfurt/Oder)

Die Zahl von 2,5 Millionen minderjährigen Sozialhilfeempfängern beleuchtet auf erschreckende Weise, was Deutschland seiner jungen Generation und damit seiner Zukunft zumutet. Hier zu Lande wachsen immer mehr Kinder auf, denen ein Broterwerb der Eltern gar nicht mehr vorgelebt wird. Es ist im ureigenen Interesse des Staates, dass er nicht sein künftiges Potenzial wegwirft. Doch nur den Staat verantwortlich zu machen, ist zu billig.

WETZLARER ZEITUNG

Die finanzielle Last, die der Staat und damit jeder einzelne schultern muss, wird sich weiter erhöhen. Diese Entwicklung muss aufgehalten werden. Die Kinder brauchen eine Chance, damit sie eine Zukunft haben. Bund und Länder sind gefordert, jetzt die Weichen zu stellen. Eine kinderfreundliche Politik muss zum Beispiel Betreuungsmöglichkeiten für alle Kinder sicherstellen. Gebührenfreie Kindertagesstätten und Bildungseinrichtungen gehören genauso zu einer kinderfreundlichen Politik wie der Ausbau von Ganztagsschulen.

ALLGEMEINE ZEITUNG (Mainz)

Die entscheidende Frage im Kampf gegen die Kinderarmut ist: Was kommt von dem, was Eltern bekommen, bei den Kindern tatsächlich an? Wer sagt denn, dass Eltern zusätzliches Geld wirklich für das Wohlergehen ihrer Kinder, ihre Gesundheit und auch ihre Bildung einsetzen? Geld für die Eltern alleine reicht nicht. Familien brauchen vor allem ein Betreuungs- und Förderangebot. Das muss und sollte sich der Staat etwas kosten lassen.

STUTTGARTER NACHRICHTEN:

„Die Null-Promille-Grenze für Fahranfänger ist während der zweijährigen Probezeit sinnvoll. Zumal die Jugendlichen selbst ein gesetzlich vorgeschriebenes Alkoholverbot begrüßen würden, wie Untersuchungen ergaben. Die jungen Führerscheinbesitzer sehen darin die wirksamste Maßnahme gegen Alkoholunfälle, weil es ihnen leichter macht, das Fahren ohne Alkohol beim Disco- oder Kneipenbesuch in der Clique durchzusetzen. Dem Gruppenzwang, sich zu beweisen, wäre der Nährboden entzogen.”

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