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SCHLAGWORTE: Friedrich-Ebert-Stiftung

Claudia Schwaiger studiert Konferenzdolmetschen (Französisch und Russisch) an der Karl-Franzens-Universität in Graz, Österreich, und ist spezialisiert auf das Lernen von Sprachen und Kulturen. Derzeit arbeitet sie als Praktikantin bei der DAZ.

Sprachtandem – Fremdsprachenlernen aus erster Hand

Wer schon immer Deutsch lernen wollte, sollte sich Beispiel an unseren Tandem-Lernern nehmen. Seit die DAZ die Initiative zum Sprachaustausch startete, haben sich schon...

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Mein Name ist Claudia Schwaiger und ich bin eine Sprachstudentin aus Graz, Österreich. Von Juli bis Ende September 2017 mache ich ein Praktikum in...

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#humansofastana Tengiz Katscharidze erzählt:

"Im Jahr 2001 habe ich mein Studium in Georgien an einer deutschsprachigen Fakultät für Wirtschaft und Recht abgeschlossen. Daraufhin fand ich heraus, dass die GTZ (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, Anm. d. Red.) Stipendien für Absolventen aus der GUS-Region verteilt und es einem ermöglicht, in Deutschland an Projekten in den Bereichen Landwirtschaft und Management mitzuarbeiten. Deutschland hat mich schon immer interessiert, weil meine Familie der deutschen Kultur und Sprache seit jeher sehr nahe steht. Meine Mutter ist Professorin für Deutsch an einer Universität in Georgien.

So bin ich dann über die GTZ für ein zweijähriges Studium nach Deutschland gegangen. Dort habe ich auch meine Ehefrau Assel kennengelernt. Sie war ebenfalls Stipendiatin dieses Programms. Vielleicht war es Schicksal, dass wir uns dort getroffen haben. Es war eine sehr lustige und interessante Zeit – eine der schönsten in meinem Leben!

Nach dem Studium lebten Assel und ich zuerst ein Jahr lang getrennt, da wir beide nach unserem Abschluss in unsere Heimatländer zurückkehrten. Aber wir sind über das Internet und Telefon in Kontakt geblieben.

Die Verbindung zwischen Georgien und Kasachstan war damals sehr schlecht. Es gab keinen Direktflug, meine erste Reise nach Kasachstan dauerte daher 48(!) Stunden. Von Tiflis nach Baku bin ich mit dem Bus gefahren, von Baku nach Taschkent habe ich das dann Flugzeug genommen. In Taschkent bin ich in das nächste Flugzeug gestiegen und nach Almaty geflogen. Von Almaty habe ich dann den Zug nach Astana genommen. Und das alles nur, weil ich Assel wiedersehen wollte. Und das war auch noch im Winter. Man kann sagen, dass das ein kleiner Kultur- und Klimaschock für mich war. Ich konnte in Astana bei -35° Celsius kaum atmen. Aber es hat sich gelohnt!

Im Sommer 2005 haben wir endlich geheiratet und dann zehn Jahre lang in Georgien gelebt. Im Jahr 2014 sind wir zusammen mit unseren Kindern nach Astana gezogen. Hier konnte ich weiter meiner Lieblingstätigkeit nachgehen. Im Moment leite ich das „Café Tselinnikov“ und vor Kurzem haben wir noch ein paar interessante Lokale in Astana aufgemacht, die Bars „Punkt P“ sowie „404Barnotfound“.

Inzwischen leben und arbeiten wir hier so schon seit über drei Jahren und fühlen uns in Astana sehr wohl."
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