Liebe Leserinnen und Leser der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“,

55 Jahre „Deutsche Allgemeine Zeitung“ – ein Jubiläum, zu dem ich im Namen des Instituts für Auslandsbeziehungen zu allererst ganz herzlich gratulieren möchte. Ich freue mich sehr, dass wir die DAZ als Partner und Förderer nun über so viele Jahre begleiten dürfen.

Als Mittlerorganisation der Bundesrepublik Deutschland unterstützen wir die deutschen Minderheiten und haben dabei die Medien und vor allem junge Menschen besonders im Blick. Wir glauben daran, dass die deutschen Minderheiten ihre positive Rolle in ihren Gesellschaften noch besser wahrnehmen können, wenn Verbände, Vereine und Redaktionen professionell aufgestellt sind, selbstbewusst auftreten, aktiv sind und über attraktive Angebote angesprochen werden. Denn hier liegt der große Schatz und das Potenzial.

Jubiläum im Zeichen des Wandels

Medien wie die „Deutsche Allgemeine Zeitung“ spielen dabei eine zentrale Rolle, um nicht nur Ereignisse widerzugeben, sondern einen einzigartigen Einblick in die Lebenswelten in Kasachstan aus der Sicht einer Minderheit zu geben und Entwicklungen in Zentralasien zu reflektieren. Daneben bringt die DAZ auch Lesern aus Deutschland und der ganzen Welt ein für viele scheinbar weit entferntes Land näher– und das in deutscher und russischer Sprache.

Neben der Kontinuität, die die stolze Jahreszahl seit Gründung der Deutschen Allgemeinen Zeitung zum Ausdruck bringt, steht ein solches Jubiläum – gerade in der Medienbranche – auch immer im Zeichen des Wandels. Sowohl für die „Deutsche Allgemeine Zeitung“ als auch für das ifa hat sich seit dem Start der gemeinsamen Arbeit vieles getan. Der Blick zurück verrät viel: 2001 kam der erste „ifa-Redakteur“ noch als klassischer Printjournalist zur „Deutschen Allgemeinen Zeitung“. Das ifa entsendet Fachexperten aus Medien und Kultur an die Organisationen und Redaktionen der deutschen Minderheiten, um miteinander zu arbeiten und voneinander zu lernen. Engagiert fing unser Redakteur an, Perspektiven und Themen der deutschen Minderheit vor Ort – damals noch mit Block und Bleistift – einzufangen.

Multimediales Medienumfeld

Die gemeinsame Arbeit des ifa und der DAZ hat sich inzwischen zu einer fruchtbaren und bereichernden Kooperation entwickelt. Aus Überzeugung fördert das ifa die DAZ in ihrer Rolle als Vermittlerin zwischen der deutschen Minderheit und der Mehrheitsgesellschaft in
Kasachstan.

Wenn wir im Jahr 2022 junge Redakteur:innen zur DAZ entsenden, schicken wir sie in ein multimediales Medienumfeld mit vielfältigen Aufgaben. Aus Block und Bleistift sind Tastatur und Iphone geworden. Aus Printformaten wurden Online-Artikel, Social-Media-Beiträge, Web-Videos und Podcasts. Das ifa unterstützt diese Entwicklung, indem es Mitarbeiter:innen des Mediums oder Personen aus seinem Umfeld ermöglicht, sich weiterzubilden: sei es in Seminaren des Netzwerks „Mind_Netz“, im Hospitationsprogramm oder als Kulturassistenten. Unsere Redakteur:innen sind dabei heute Schnittstellen und koordinieren zu ihrer journalistischen Arbeit zahlreiche Projekte, Autor:innen und Formate.

Die „Deutsche Allgemeine Zeitung“ hat es geschafft, sich in diesem schnelllebigen Umfeld gut aufzustellen. Als zentrales Medium für die rund 180.000 Deutschen in Kasachstan berichtet sie heute auch online und mit kreativen Ansätzen über die Belange der Menschen vor Ort. Gut recherchierte Geschichten, News und Berichte zählen seit jeher zum Portfolio. Die DAZ schlägt so eine mediale Brücke von Zentralasien aus – ein Ziel, dessen Umsetzung wir gerne unterstützen.

Vermittlerin für die deutsche Minderheit

Viele spannende Projekte sind auf den Weg gebracht worden – und der Anlass lädt geradezu dazu ein, auf einige von ihnen zurückzuschauen: Von Beginn an konnten wir gemeinsam die Zentralasiatische Medienwerkstatt (ZAM) auf die Beine stellen. Junge Redakteur:innen aus Deutschland und der Region kommen dabei jährlich zusammen und publizieren auf Deutsch zu einem Fokusthema in der DAZ – eine gute Gelegenheit, um neue Formate auszuprobieren, neue Autor:innen zu gewinnen und Deutsch als Sprache zu stärken. Auch hierfür steht die DAZ nämlich wie kein anderes Medium in Kasachstan: den Erhalt und die Vermittlung von deutscher Sprache und Kultur – ein Sprachrohr für die deutsche Minderheit.

Für das ifa ist die Vermittlung eines modernen, lebendigen und diversen Deutschlandbilds einer der Grundpfeiler seiner Ausrichtung. Mit der Deutschen Allgemeinen Zeitung finden wir für dieses Anliegen stets eine engagierte, motivierte und gut vernetzte Partnerin.
Für die Zukunft wünsche ich der DAZ daher weiterhin viel Mut, sich mit Freude auf neue Herausforderungen einzulassen. Die Tatkraft, ihre Berichterstattung weiter voranzutreiben und mit lauter Stimme als Vermittlerin für die deutsche Minderheit aufzutreten. Und die Motivation und die Lust, auch in den nächsten Jahren noch viele spannende Projekte gemeinsam mit dem ifa zu verwirklichen. Wir sind natürlich immer gerne dabei!

Karoline Gil, Bereichsleitung Integration und Medien, ifa

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