Kasachstan-Reise: Kemper zieht positive Bilanz
Vom 5. bis zum 10. Juni besuchte der Spätaussiedlerbeauftragte Hans-Peter Kemper mit einer Begleitdelegation die Republik Kasachstan. Ziel der Reise, die nach Almaty und Astana führte, war die Intensivierung der Zusammenarbeit beider Regierungen in Minderheitenfragen. Zugleich wollte sich Kemper vor Ort über die mit Mitteln des Bundesinnenministeriums des Innern finanzierten Hilfsmaßnahmen zugunsten der deutschen Minderheit informieren. Am 10. Juni stellte Kemper auf einer Pressekonferenz die Ergebnisse vor
„Die Leute sollen ihre Gesichter, ihre Straßen sehen“
„Wsjo wperedi“ – „Alles noch vor Dir“ heißt der Arbeitstitel einer Filmserie zum Thema Aids, die Ende des Jahres im kirgisischen Staatsfernsehen ausgestrahlt werden soll. Das Konzept: Unterhaltung und Aufklärung in einer Miniserie verbinden und auf diese Weise bis zu zwei Millionen Menschen erreichen
Generation „Lagman“
Almatys Szenetreff hat mit dem Hamburger Schanzen-Viertel nichts gemein. In Almaty dominiert die Bodenständigkeit, in Hamburg der Drang nach Originalität
Erste Hip-Hop-Night in Almaty
Den Weg nach Almaty finden normalerweise nur Sänger und DJs aus Russland. Am 10. Juni wehte aber der Wind des amerikanischen Hip-Hop durch die südliche Hauptstadt. Mario Winans und Loon, die bereits zahlreiche Hits in Amerika und in Europa hatten, gaben ein Konzert der Extraklasse
„Technisches Defizit“ schafft mehr Unabhängigkeit von den Öleinnahmen
Seit den letzten fünf Jahren hat man in Kasachstan mit dem Problem eines zu kleinen Haushaltsdefizits zu kämpfen. Für den Anleihenmarkt entsteht dadurch ein unzureichendes Angebot an Wertpapieren. Ein anderes Problem ist, dass die Einnahmen immer wesentlich höher ausfallen als geplant.
Schröders Ja zur Forschung mit embryonalen Stammzellen umstritten
Bundeskanzler Schröder will die Chancen der Stammzellenforschng besser nutzen. Sein Vorstoß stößt auf heftige Kritik
Freedom House kritisiert kasachstanische Regierung
Seit der politischen Revolte im Nachbarland Kirgisistan greift Kasachstans Regierung zu bedenklichen Mitteln, meint die Nichtregierungsorganisation Freedom House in einer öffentlichen Erklärung vom 8. Juni. Zu diesen Mitteln gehöre das neue Wahlgesetz, das in der Zeit vom Wahlkampfbeginn bis zur Auswertung der abgegebenen Stimmen die Organisation von Massendemonstrationen verbietet. Auch die Schließung der Oppositionszeitung „Respublika“ per Regierungsbeschluss am 6. Mai dieses Jahres müsse in diesem Zusammenhang berücksichtigt werden. Außerdem werde die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen, die aus dem Ausland unterstützt würden, systematisch behindert. „In langfristiger Perspektive kann das zur Katastrophe führen“, so Jennifer Windsor, ausführende Direktorin von Freedom House, in der Erklärung. (me)

















