Geschenke packten in diesem Jahr auch Studenten der sächsischen Hochschule Mittweide. Initiatorin war die 22-jährige Marissa N. Kopp, die in Mittweida Medienmanagement studiert. Von der Idee und ihren Erfahrungen erzählt sie in einem Gespräch.

Marissa, wie bist Du auf die Idee gekommen an der weltweit größten Geschenk-Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ teilzunehmen?

Ich wollte schon 2011 mitmachen, war damals aber leider zu spät dran. Dieses Jahr habe ich mich schon im Sommer darüber informiert und wollte mich zuerst nur mit meinem Freund Christian beteiligen. Doch dann überlegte ich mir, viele Studenten von der Hochschule zum Mitmachen zu bewegen. Zusammen mit dem Cosmopolitan Club, Campus für Christus und ein paar engagierten Freunden habe ich das dann gemacht.

Warum beteiligst Du dich persönlich an der Aktion?

Weil es einfach eine schöne Sache ist, Kindern zu helfen, die nicht so eine glückliche Kindheit haben können wie die meisten von uns sie hatten. Es ist ein gutes Gefühl, anderen Menschen helfen zu können, vor allem Kindern, die in die Armut hineingeboren wurden und noch nie ein Geschenk bekommen haben.

Wie viele „Weihnachtenimschuhkartonler“ gab es in der Hochschule Mittweida in diesem Jahr? Aus welchen Ländern waren die Teilnehmer?

Dieses Jahr haben rund 30 Personen der Hochschule teilgenommen. Natürlich gibt es viele Studenten die sich für die Aktion interessieren, schwierig ist nur, dass Studenten meistens selbst nicht viel Geld haben.
Deshalb wurden die Kartons auch in Gruppen gepackt. Die meisten Teilnehmer waren aus Deutschland, es gab aber auch Teilnehmer aus Bulgarien, China, Kasachstan und weiteren Ländern!

Wie lief die Arbeit an der Aktion in der Hochschule?

Zuerst habe ich mir überlegt, wie wir alles am besten aufziehen. Ich habe mit dem Cosmopolitan Club zusammengearbeitet und eine Präsentation vorbereitet. Wir haben Plakate auf dem Campus verteilt und die Studenten auf die Infoveranstaltung aufmerksam gemacht.
Bei der Veranstaltung haben wir kurze Filme gezeigt und die Aktion erklärt. Dann wurden Gruppen gebildet, die in den kommenden Wochen für die Kinder einkaufen gingen. Zusammen haben wir die Schuhkartons dann reisefertig gemacht.

Wie viel Schuhkartons habt Ihr in diesem Jahr eingepackt?

Dieses Jahr hatten wir 21 Schuhkartons. 21 Kinder, das ist schon fast eine Schulklasse! Ich persönlich habe zwei Schuhkartons gepackt, einen zusammen mit meinem Freund (für einen Jungen).
Den zweiten habe ich mit Hilfe von Spendengeldern gepackt (für ein Mädchen), die wir bei Cosmopolitan Partys eingenommen hatten!

Wie meinst Du, was braucht man, um an solcher Aktion teilzunehmen?

Man sollte Freude daran haben, anderen eine Freude zu machen.

Hast Du ein Lebensmotto?

Ja, mein Motto lautet „Die wirkliche Freude liegt in den kleinen Dingen des Lebens. Anderen Freude schenken macht einen selbst glücklicher.“

Interview: Ekaterina Salazgorskaja

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