Der Handel zwischen Usbekistan und Deutschland erlebt einen kräftigen Aufschwung. Maschinen, Technologie und Medizintechnik aus Deutschland treffen auf frische Agrarprodukte, Textilien und Metalle aus Usbekistan. Die wachsenden Wirtschaftsbeziehungen öffnen neue Wege für Zusammenarbeit, Innovation und Investitionen – und zeigen, wie eng Zentralasien und Europa wirtschaftlich zusammenrücken.
Zwischen Usbekistan und Deutschland hat sich der bilaterale Handel im Jahr 2025 zu einem besonders dynamischen Wirtschaftskapitel entwickelt und spiegelt die zunehmende wirtschaftliche Vernetzung Zentralasiens mit Europa wider. In den ersten elf Monaten stieg das Handelsvolumen auf etwa 1,2 Milliarden US-Dollar, was eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren darstellt.
Diese Entwicklung zeigt, dass Deutschland nicht nur ein stabiler Handelspartner, sondern auch ein zentraler Motor für die Modernisierung der usbekischen Wirtschaft ist. Besonders gefragt sind deutsche Maschinen, industrielle Anlagen, medizintechnische Geräte sowie hochwertige Investitionsgüter, die entscheidend dazu beitragen, Usbekistans industrielle Basis zu stärken und den Technologietransfer zu fördern.
Der gesamte Außenhandel Usbekistans wuchs in diesem Zeitraum auf rund 72,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von etwa 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Importe lagen bei etwa 41,9 Milliarden US-Dollar, wobei Deutschland mit rund einer Milliarde US-Dollar zu den führenden Lieferanten gehörte.
Besonders auffällig ist das Wachstum des bilateralen Handels bereits in der ersten Jahreshälfte 2025: Der Handel stieg um rund 30 Prozent, was sowohl durch steigende Exporte Usbekistans nach Deutschland als auch durch Zuwächse bei deutschen Importen verursacht wurde. Diese Zahlen unterstreichen nicht nur das gegenseitige wirtschaftliche Vertrauen, sondern auch die zunehmende strategische Bedeutung der Handelsbeziehungen für beide Länder.
Ein ausgewogenes Handelsgefüge
Die Handelsstruktur zeigt eine interessante Dynamik: Während Deutschland vor allem Maschinen, Fahrzeuge, pharmazeutische Produkte und technische Ausrüstung liefert, exportiert Usbekistan zunehmend Obst und Gemüse, Textilien, Metalle, Agrarprodukte und weitere Konsumgüter nach Deutschland.
So entsteht ein ausgewogenes Handelsgefüge, das beiden Seiten zugutekommt. Die deutsche Expertise in Industrie und Technologie trifft auf die wachsenden Produktionskapazitäten Usbekistans und öffnet langfristig Chancen für neue Kooperationsprojekte, Investitionen und die Entwicklung moderner Wertschöpfungsketten.
Darüber hinaus zeigen Initiativen wie die Eröffnung eines offiziellen „Uzbek Trade House“ in Berlin, dass beide Länder den Handel nicht nur zahlenmäßig, sondern auch institutionell vorantreiben wollen. Dieses Handels- und Ausstellungszentrum soll usbekische Produkte in Europa sichtbarer machen, den Austausch zwischen Unternehmen erleichtern und neue Investoren anziehen.
Insgesamt verdeutlichen die Zahlen und Entwicklungen, dass die Beziehungen zwischen Usbekistan und Deutschland weit über den reinen Warenhandel hinausgehen. Sie sind Ausdruck einer immer vielfältigeren wirtschaftlichen Partnerschaft, welche die Bereiche des technologischen Fortschritts, der wirtschaftlichen Modernisierung und der internationalen Vernetzung erfolgreich miteinander verbindet.
Für Usbekistan ist dies ein entscheidender Schritt hin zu stärkerer Integration in die europäischen Märkte, während sich für Deutschland ein wachsender Markt für hochwertige Maschinen, technische Geräte und Investitionsgüter eröffnet, wodurch eine klassische Win-Win-Situation entsteht, die den Handel zwischen beiden Ländern auch in den kommenden Jahren weiter antreiben dürfte.






















