Der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Christoph Bergner, war vom 6. bis zum 8. Dezember auf einer Delegationsreise in Kasachstan. In Astana vertrat er die Interessen der Bundesregierung auf der VII. Sitzung der Deutsch-Kasachischen Regierungskommission, die die Fragen der deutschen Minderheit in Kasachstan erörterte. Anschließend nahm Bergner am VI. Kongress der Kasachstandeutschen in Almaty teil.

„Die sehr intensiven Erörterungen in der Regierungskommissionssitzung bestärken mich in meiner Überzeugung, dass die kasachische Seite weiterhin alles ihr Mögliche tun wird, um die deutsche Minderheit in Kasachstan bei der Aufrechterhaltung ihrer nationalen und kulturellen Identität zu unterstützten“, so das Fazit des Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Christoph Bergner, nach der Sitzung.

Auf kasachischer Seite stand die Konferenz unter der Leitung von Kairat Sarybai, dem stellvertretenden Minister für Auswärtige Angelegenheiten. Besprochen wurden zunächst die Resultate der auf der vorangegangenen Sitzung in Berlin im Jahr 2006 vereinbarten Hilfsmaßnahmen. Im Anschluss besprachen beide Seiten die Hilfen für 2008. Deutschland stellt dafür 2,8 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld soll für die deutschen Begegnungszentren in Kasachstan und für die Jugend- und Sprachförderung ausgegeben werden. Außerdem wird mit dem Geld die humanitäre Hilfe für Trudarmisten und andere Bedürftige unterstützt. Wie viel Geld konkret von der kasachischen Seite in die Förderung der deutschen Minderheit investiert wird, lässt sich nicht beziffern, da die Gelder in Programme beispielsweise des Kulturministeriums fließen, die allen Minderheiten in Kasachstan zugute kommen. Bergner betonte in diesem Zusammenhang, dass die kasachische Regierung eine vorbildliche Minderheitenpolitik leiste.

Auf dem VI. Kongress der Deutschen in Kasachstan appellierte Bergner an die regionalen Wiedergeburten sich nicht zu separieren und die Chancen der Zusammenarbeit in einer gemeinsamen Dachorganisation zu nutzen. Dem neuen und alten Vorsitzenden des Rates der Deutschen in Kasachstan, Alexander Dederer, gratulierte er zur Wiederwahl und wünschte sich für die Zukunft eine konstruktive Zusammenarbeit der Deutschen in Kasachstan mit den Vertretern der Bundesregierung.

Von Ulf Seegers

14/12/07