Kristina Hirschfeld ist Social-Media-Managerin. Bei einem Treffen haben wir mit ihr darüber gesprochen, wie sie zu diesem Beruf gekommen ist, ob man ein spezielles Diplom dafür braucht, was ihrer Meinung nach zu den Aufgaben einer Social-Media-Spezialistin gehört, und was das Wichtigste in ihrer Arbeit ist.

Kristina, warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Ich denke, es liegt in meinen Genen. Meine Mutter arbeitet im kreativen Bereich, und seit meiner Kindheit neige ich zu Kreativität. Einmal kam mir die Idee, den Instagram-Account meines VDJK-Verbandes zu betreuen. Das gab mir den Anstoß, mich gerade als Social-Media-Managerin und im Bereich Design weiterzuentwickeln.

Was studierst du? Ist Hochschulbildung wichtig?

Ich studiere noch Fremdsprachen auf Lehramt. Das Diplom hat mir bis jetzt nicht geholfen, da ich es noch nicht habe. Generell denke ich, dass dieses Dokument auch keine große Rolle spielt. Denn was wirklich zählt, sind deine Fähigkeiten und Kenntnisse. Ich finde es wichtig, sich ständig zu entwickeln. Wer stehen bleibt und darauf wartet, dass sich etwas im Leben verändert, wird nicht weiterkommen. Ich liebe es, Neues zu entdecken und ständig meine Fähigkeiten zu verbessern. In Deutschland habe ich Seminare in den Bereichen Social Networks und Social-Media-Management besucht, was mir sehr viel gebracht hat.

Was magst du am meisten an deiner Arbeit?

Ich komponiere gerne Visuals (visuelle Effekte). Das ist der kreativste Teil der Arbeit, und ich liebe es, zu kreieren. Ich sehe die Welt durch das Prisma der „Bilder“.

Welche Qualitäten und Fähigkeiten benötigen SMM-Spezialisten?

Man braucht zum einen Ausdauer und Aufmerksamkeit. Wenn viele Publikationen gemacht werden, ist es leicht, etwas zu verpassen oder zu verwechseln. Zum anderen braucht man Empathie. Man muss gut verstehen, was eine Person fühlt, welche Bedürfnisse sie hat, was sie braucht und wie man Kontakt mit ihr herstellt. Dann braucht es natürlich auch Neugier. Schließlich ist es hilfreich, neue Möglichkeiten, Methoden zur Verarbeitung und Präsentation von Informationen und vieles mehr zu finden.

Wovon wirst du inspiriert?

Vor allem von Reisen und Musik.

Vor welchen Schwierigkeiten stehst du mitunter?

Es gibt einige Fallstricke, auf die man von Zeit zu Zeit stößt. Dazu gehört vor allem Zeitmangel. Die Kombination von Studium und Arbeit ist nicht immer einfach. Auch kann es zu Missverständnissen kommen, wenn die Vorgesetzten Informationen einreichen, die zu verarbeiten sind. Und manchmal hat man auch mit mangelndem Interesse des Publikums zu kämpfen. Jede dieser Schwierigkeiten hat Ihre eigenen Gründe und Ihre Lösungsmöglichkeiten.

Was empfiehlst du einem Neuling als Social-Media-Manager?

Tu es, weil du es tun willst. Tu es von Herzen und wie du dich dabei fühlst. Im Internet gibt es viele Blogs, die über Social-Media-Management und seine Ableger schreiben. Hör nicht auf, es wird mit der Zeit Schritt halten und im Internet relevant sein. Generell kann man sagen, dass Social-Media-Management ein vielversprechender Bereich mit einer niedrigen Eintrittsschwelle ist. Ein Bereich, in dem es möglich ist, remote, freiberuflich oder für sich selbst zu arbeiten. Man braucht jedoch täglich Kreativität und muss dafür bereit sein, dass die Grenzen zwischen Aufgaben verschwimmen.

Welche neuen Fähigkeiten möchtest du dir aneignen und fördern?

Ich möchte vor allem mein eigenes Ich fördern. Es ist in allen Bereichen des Lebens sehr wichtig – sowohl in der Arbeit als auch in der Ausbildung.

Was ist dein größter Wunsch?

Ich habe viele davon, aber sie sind alle bescheiden. Generell kann ich sagen, dass ich im Herzen ohne Belastungen leben möchte.

Dein wichtigster Rat für den VDJK?

Seid im Zeitalter der Technologie vorsichtig und wählerisch. Das Internet ist voll von Informationen. Verpasst nicht die, die für euch relevant sind!

Das Gespräch führte Kristina Librikht.