In Ust-Kamenogorsk findet traditionell jedes Jahr im Spätherbst ein Wettbewerb mit Lesungen von Werken des Dichters Michail Tschistjakow statt. Iwan Rejentow, junger Redakteur der 10. Schule in Öskemen, berichtet darüber.

Michail Iwanovitsch Tschistjakow wurde am 1. September 1917 in Baschkirien geboren. Er zog lange durch die Steppen Kasachstans, blieb aber schließlich in Ust-Kamenogorsk, wo er zuerst als Lehrer und dann als Journalist für die Zeitung „Rudny Altai“ arbeitete.

Sowohl seine literarischen Werke als auch seine poetischen Verse sind sehr wertvoll. Er hat viele Gedichte und Bücher geschrieben, mit deren Hilfe die Jugendlichen in Ost-Kasachstan ihre ersten Schritte in der Welt der Literatur und Poesie machen. So lesen sie zum Beispiel „Jakow Uschanow“ (1961), „Straße“ (1984), „Erinnerung an das Herz“ (1992), „Lyrisches Tagebuch“ (1993), „Poesie und Leben“ (2000), „Über die Zeit und über sich selbst“ (2002).

Lesungen für Michail Tschistjakow seit 2007

Die Lesungen von Tschistjakows Werken werden schon seit 2007 veranstaltet, um den Schriftsteller zu ehren. Das Ziel dieser Veranstaltung ist es, das Interesse der heutigen jungen Leute an Prosa und Lyrik zu wecken. Besonders wichtig ist auch, unsere einheimischen Schriftsteller näher kennen zu lernen.

An diesem Wettbewerb nehmen alle Schüler und Schülerinnen unserer Schule aktiv teil. So hat die zwölften Tschistjakow-Lesungen vor kurzem unsere Schule – das Gymnasium Nr. 10 – organisiert. Es ist eine große Ehre für uns, Schüler aus der ganzen Stadt bei uns begrüßen zu können.

Großes Ereignis für die ganze Stadt

Es war viel los an diesem Tag, überall herrschte eine feierliche Stimmung. Alle Teilnehmer von der ersten bis zur elften Jahrgangsstufe haben die Meisterwerke des Schriftstellers Michail Tschistjakow vor dem Publikum und unter den strengen Augen unserer hochgeehrten Jury vorgetragen. Verschiedene Kriterien wurden bewertet, aber zum Schluss gab es keine Sieger und Verlierer, denn jeder hat seinen eigenen Beitrag zur geistigen Welt der Literatur geleistet.

Ich habe auch mit einem Gedicht daran teilgenommen. Es handelte von meiner Heimatstadt Ust-Kamenogorsk. Obwohl ich keinen Platz belegt habe, war ich froh, an diesem großen Ereignis unserer Stadt beteiligt gewesen zu sein.

Iwan Rejentow (15)