Mehr als 8.500 Kasachstaner wurden aus dem Nahen Osten evakuiert. Präsident Tokajew verurteilt Angriffe in der Region und intensiviert den Dialog mit Iran und Saudi-Arabien. Ziel ist es, die jüngsten Spannungen diplomatisch zu entschärfen.
Kasachstan hat in den vergangenen Tagen mehr als 8.500 seiner Staatsbürger aus dem Nahen Osten zurückgeholt. Anlass dafür war, dass die Sicherheitslage in der Region durch zunehmende militärische Spannungen und Angriffe deutlich angespannter geworden war.
Die Evakuierung erfolgte sowohl über Sonderflüge als auch über alternative Land- und Luftwege. Ziel war es, die Bürger sicher in ihre Heimat zu bringen. Die Rückführungsaktionen wurden von der kasachischen Regierung in enger Zusammenarbeit mit Botschaften, Airlines und internationalen Partnern organisiert. Präsident Kassym-Schomart Tokajew betonte, dass der Schutz der eigenen Staatsbürger höchste Priorität habe. Außerdem hob er hervor, dass die Evakuierungsmaßnahmen Ausdruck der Verantwortung des Landes für seine Bürger im Ausland seien.
Tokajew äußert sich
Vor dem Hintergrund der regionalen Spannungen begrüßte Tokajew eine Erklärung des iranischen Präsidenten Masud Peseschkian. Demnach habe der vorläufige Führungsrat beschlossen, auf Angriffe gegen Nachbarländer zu verzichten. Der Präsident bezeichnete diesen Schritt als wichtige Maßnahme zur Verringerung der Spannungen im Nahen Osten. Zudem betonte er, dass dies als Signal für die Bedeutung von Dialog und Kooperation in der Region gilt.
Gleichzeitig verurteilte Tokajew den Angriff iranischer Drohnen auf den Flughafen der Stadt Nachitschewan entschieden. Er machte deutlich, dass es sich dabei um einen Akt gegen das brüderliche und verbündete Aserbaidschan handele. Zudem äußerte er die Hoffnung auf eine gründliche gemeinsame Untersuchung des Vorfalls mit Iran sowie auf eine diplomatische Lösung. So könnte eine weitere Eskalation der Spannungen verhindert und die Stabilität in der gesamten Region gewahrt werden.
Zusätzlich intensivierte Kasachstan seine diplomatischen Bemühungen durch ein Telefonat des Präsidenten mit dem Kronprinzen von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman Al Saud. Beide Seiten betonten in dem Gespräch, dass die Eskalation im Nahen Osten nicht nur eine regionale, sondern auch eine globale Bedrohung für Sicherheit und Stabilität darstelle. Sie äußerten Bedauern darüber, dass Angriffe auf unbeteiligte Länder stattfinden. Das sei besonders kritisch in einer Zeit, in der die islamische Umma gegenseitigen Respekt und Geduld zeigen sollte.
Präsident Tokajew dankte der saudischen Regierung ausdrücklich für ihre Unterstützung bei der Evakuierung kasachischer Staatsbürger. Im Gegenzug übermittelte der Kronprinz die besten Wünsche an das kasachische Volk zum Anlass des heiligen Monats Ramadan. Außerdem würdigte er die enge Zusammenarbeit beider Staaten.
Darüber hinaus einigten sich Kasachstan und Saudi-Arabien darauf, den politischen Dialog regelmäßig fortzusetzen. Ziel ist es, die bilateralen Beziehungen auf ein qualitativ neues Niveau zu heben. Sie wollen gemeinsame Anstrengungen auf internationaler Ebene koordinieren und eine stabile und friedliche Entwicklung in der Region fördern.
Die kasachische Regierung betonte, dass Sicherheit, humanitäre Verantwortung und diplomatische Kooperation zentrale Elemente ihrer Politik im Nahen Osten bleiben. In diesem Zusammenhang wurde erneut die Bedeutung multilateraler Initiativen hervorgehoben, die darauf abzielen, Spannungen abzubauen, zivile Opfer zu vermeiden und die Rückkehr von Staatsbürgern aus Krisenregionen weiterhin effizient zu organisieren.

























