Claus Dieter Storm ist im Rahmen des kasachstanisch-deutschen Lehrerentsendeabkommens als Fachberater für Deutsch in Kasachstan. Er betreut ausgewählte Schulen mit vertieftem Deutschunterricht und ist Prüfungsvorsitzender für das Deutsche Sprachdiplom

Wie ein zielgerichtetes, methodisch gut überlegtes und konsequent ausgeführtes modernes Fremdsprachenlehrwerk aussieht, das zeigt in diesen Monaten allen interessierten Fremdsprachenlehrern ein Dozententeam der Kasachstanischen Ablai-Chan-Weltsprachenuniversität für Internationale Beziehungen: „Praktisches Deutsch – Lehrbuch für das zweite Studienjahr“. Dort sind viele motivierende, aktuelle Texte thematisch geordnet und für einen aktiven, kommunikativen Unterricht aufbereitet. Damit kann das Deutschlernen wirklich Spaß machen! Und wenn diese Konzeption dann auch im alltäglichen Sprachlernunterricht aktiv und lebendig umgesetzt wird, dann ist der Erfolg schon so gut wie garantiert.

Das Lehrbuch hat eine klare Konzeption, die auf den ersten Seiten knapp, selbstbewusst und übersichtlich vorgestellt wird. Als Ergänzung zum Lehrbuch gibt es eine Beilage mit Tests sowie mit den Transkriptionen der Hörtexte. Ja, Hörtexte auf einer Audiokassette, von Muttersprachlern gesprochen! Da haben sich die Mitglieder des Autorenkollektivs viel Mühe gemacht. Und: sie sind innovativ gewesen und haben alle sich ihnen bietenden Möglichkeiten zur Recherche genutzt.

Doch seien Sie gewarnt: Das Lehrbuch setzt hohe Maßstäbe. Hier wird nicht einfach nur „ein bisschen Deutschunterricht“ angeboten – auch von den Lernenden wird hohe Qualität erwartet.

Damit ist das Autorenkollektiv auf dem richtigen Weg: Ein „bisschen Fremdsprache“ wäre genau so wie „ein bisschen verliebt“ – also eigentlich gar nicht. Was die Republik Kasachstan aber braucht und was sie hier bekommen hat, das ist das Hochwertige, das Intensive, das sind wirkliche substantielle Initiativen in der Bildung, die zu qualitativ hochwertigen Ergebnissen führen. Hier haben Fremdsprachendozenten gezeigt, dass sie nicht nur sozusagen „ein bisschen verliebt“ sind, sondern gänzlich Feuer und Flamme für ihre Sache sind.