Deutsche Firmen halten trotz Coronakrise an ihren Investitionen in Kasachstan fest. Das bekräftigten die Vertreter zahlreicher Unternehmen am Dienstag während einer Videokonferenz mit dem stellvertretenden kasachischen Ministerpräsidenten Roman Skljar.

Die mehr als 50 Vertreter erklärten außerdem ihre Absicht, gemeinsame Projekte mit der kasachischen Seite bis zum Abschluss fortzusetzen. Zur Zeit laufen 51 gemeinsame Investitionsprojekte in Höhe von 3,7 Milliarden US-Dollar, über deren Stand der stellvertretende Außenminister Almas Aidarow berichtete.

An der Videokonferenz nahmen auch die Botschafter beider Länder, der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Michael Harms und Hovsep Voskanyan, Leiter der Delegation der deutschen Wirtschaft in Zentralasien, teil. Roman Skljar dankte den deutschen Unternehmensvertretern für die Aufrechterhaltung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten. Zudem sicherte er Investoren die volle Unterstützung des kasachischen Staates zu. „Wir bleiben am Ball, um alle Abkommen umzusetzen, die auf der Ebene unseres Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew und Bundeskanzlerin Angela Merkel 2019 sowie bei weiteren Besuchen der kasachischen Delegation in Deutschland Anfang 2020 geschlossen wurden.“

Der kasachische Gesundheitsminister Jerlan Birtanow schließt derweil eine Verlängerung der Quarantäne bis Ende Mai nicht aus. In einer Live-Sendung auf Instagram antwortete Birtanow auf eine entsprechende Nachfrage: „Es braucht Zeit. Möglicherweise wird die Quarantäne im Mai verlängert. Wir glauben, dass der Mai noch eine gefährliche Periode ist.“ Alles hänge dabei von den Infektionszahlen ab. Bis Ende Mai rechnet Birtanow demnach mit etwa 3.500 Fällen. Danach sei es „wichtig, dass wir lernen, so zu leben, dass wir nicht ständig in Quarantäne leben müssen“.

cstr.