Deutsche Sprache, Volksmusik und -tänze: So feierte die deutsche Gesellschaft „Wiedergeburt“ aus der Stadt Aksu in der Nähe von Pawlodar das 30. Jubiläum der Organisation in Kasachstan.

Im Kulturpalast konnten die Besucher neben dem musikalischen Programm auch die Werke deutscher Künstler aus Aksu und den umliegenden Dörfern bewundern. Diese wurden nicht nur von Erwachsenen, sondern auch von jungen Besuchern der deutschen nationalen Verbandssonntagsschule hergestellt. Vor allem die Bilder von Tatjana Tischakowa riefen Begeisterung hervor.

Das Festivalprogramm bestand aus drei Teilen: Tanz, Gesang und Theater. Auf der Bühne zeigten das choreographische Ensemble des J.-Musa-Colleges, die Volkstanztruppe der Schule Nr. 4, die Theatertruppe „Bunt“, die Kindertanzgruppe „Falter“ sowie die Sängerin Viktoria Abramowa ihr Können. Eine Jury, bestehend aus Mitgliedern der regionalen „Wiedergeburt“ bewertete die Kunstfertigkeiten der Festivalteilnehmer. Die Gewinner bekommen die Möglichkeit, im Herbst am Fest der deutschen Kultur in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan teilzunehmen.

„Unsere Kinder sind die größten Fans der „Wiedergeburt“. Sie besuchen ständig Deutschkurse, nehmen an Bastelkursen teil, engagieren sich aktiv in den Theater- und Tanztruppen. Ihre Emsigkeit wurde mehrmals bei verschiedenen Wettbewerben mit Preisen belohnt“, sagt die Vorsitzende der „Wiedergeburt“ in Aksu und Organisatorin des Festivals, Anna Voronina. Ihrer Meinung nach ermöglicht es, „die Arbeit der deutschen Gesellschaft, deutsche Kultur in der kasachischen Steppe kennenzulernen und Interessierenden näherzubringen“. Die „Wiedergeburt“ sei nicht nur sehr wichtig für die deutsche Nachwuchsgeneration, die fast kein Verhältnis mehr zum Land ihrer Vorfahren hat, sondern auch für die Entwicklung der städtischen Intelligenzia, so Voronina.

Am Ende des Tages zeichnete sie die Mitglieder der „Wiedergeburt“ für die Bewahrung und Weitergabe der deutschen Kultur und Traditionen an die junge Generation mit Dankesurkunden aus. Darunter waren die Tanzlehrerinnen Bibigul Nurtajewa (Schule Nummer 4) und Natalija Kolesnikowa (J.-Musa-College, „Falter“), die Theaterdarstellerin Larissa Nagornaja, die deutsche Köchin Eleonora Ponomarjowa, die Kunstgewerbekennerin Tamara Guljajewa, die Sprachlehrerin Aljona Starodubzewa sowie die Sozialarbeiterin Valentina Kirejewa.

Die Unionsgesellschaft der Sowjetdeutschen „Wiedergeburt“ wurde am 29. März 1989 gegründet. Es war nicht nur der erste landesweite Verband der deutschen Minderheit in der Sowjetunion, es war die erste Organisation in der UdSSR überhaupt, der eine nationale Zugehörigkeit zugrunde lag. Die Gründung der Gesellschaft war ein weiterer Schritt zur erhofften Wiederherstellung der wolgadeutschen Autonomie in der Sowjetunion.

In Rahmen des Festivals zeigten schon die Gruppen aus Rosowka, Aksu, Uspenka, Scherbakty, Pawlodar und Ekibastus ihr Können. Das Festival findet noch bis Ende Juni statt.

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