Seit 30 Jahren besteht der Verband der deutschen Jugend Kasachstans (VDJK), der viele Clubs im ganzen Land vereint. Anlässlich dieses Jubiläums sprechen wir mit den Leiterinnen und Leitern über ihre Motivation für die Jugendarbeit und über die Herausforderungen, denen sie heute begegnen. Diesmal im Gespräch: Milana Bolt, Leiterin der Filiale des Pawlodarer Jugendclubs in Rosowka.
Liebe Milana, wie bist du selbst in deinen Jugendclub gekommen und was hat dich dort gehalten?
Ich bin durch mein Interesse an neuen Begegnungen, an einem offenen Austausch und einem aktiven Leben in den Jugendclub gekommen. Ich wollte neue Menschen kennenlernen und gemeinsam mit ihnen etwas unternehmen. Geblieben bin ich, weil ich mich im Team schnell wohlgefühlt habe und gemerkt habe, wie viel Freude es macht, unsere Ideen gemeinsam umzusetzen und andere dabei zu unter-
stützen.
Welche Aufgaben hast du als Leiterin und wie sieht dein Alltag im Jugendclub aus?
Ich helfe dabei, Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten zu planen und zu organisieren. Außerdem bin ich viel im Austausch mit den Jugendlichen, höre mir ihre Ideen und Anliegen an und unterstütze das Team bei der Umsetzung der mehrheitlich festgelegten Pläne. Im Alltag geht es darum, gemeinsam Lösungen zu finden, neue Angebote zu entwickeln und eine offene Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle willkommen fühlen.
Was ist aktuell die größte Stärke eures Jugendclubs?
Unsere größte Stärke ist unser freundliches und engagiertes Team. Wir arbeiten gut zusammen und haben alle den Wunsch, etwas Sinnvolles für die junge Generation zu tun. Wenn wir alle unsere Ideen und Fähigkeiten einbringen, dann können wir gemeinsam viel bewegen und einen Ort schaffen, an sich dem Jugendliche wohlfühlen und wo sie zu aktiven Mitgestaltern werden können.
Welche Herausforderungen begegnen euch in der Jugendarbeit vor Ort?
Manchmal ist es nicht leicht, alle Jugendlichen gleichermaßen zu erreichen und sie für gemeinsame Aktivitäten zu begeistern. Auch passende Termine zu finden, kann eine echte Herausforderung sein, weil jeder unterschiedliche Interessen und Verpflichtungen hat. Trotzdem versuchen wir, aufmerksam zu bleiben, neue Ideen auszuprobieren und Angebote zu gestalten, bei denen sich möglichst viele angesprochen fühlen.
Welche Bedeutung hat der Jugendclub für junge Menschen in deiner Region?
Der Jugendclub ist ein Ort, an dem junge Menschen einander begegnen, Freundschaften schließen und sich austauschen können. Sie haben die Möglichkeit, Neues auszuprobieren, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und eigene Ideen einzubringen. Besonders schön ist, dass man hier nicht nur gemeinsam Zeit verbringen, sondern auch aktiv etwas gestalten und sich als Teil einer Gemeinschaft erleben kann.
Was bedeutet dir das 30-jährige Jubiläum des Verbandes der Deutschen Jugend Kasachstans persönlich?
Das Jubiläum ist für mich ein besonderer und wichtiger Anlass. Es macht sichtbar, wie viel in den vergangenen 30 Jahren erreicht wurde und wie viele Generationen die Organisation miteinander verbunden hat. Hinter dieser Geschichte stehen viele engagierte Menschen, gemeinsame Erlebnisse und Projekte. Das erfüllt mich mit Respekt und gibt mir Motivation, mich auch weiterhin einzubringen.
Wenn du in die Zukunft blickst: Was wünschst du dir für deinen Jugendclub und für die Jugend in Kasachstan?
Ich wünsche mir, dass unser Jugendclub sich weiterentwickelt, in ihm neue Ideen verwirklicht werden und für ihn noch mehr aktive Jugendliche gewonnen werden. Der Club soll ein offener Ort bleiben, an dem junge Menschen sich begegnen, etwas dazulernen und ihre eigenen Projekte umsetzen können. Der Jugend in Kasachstan wünsche ich noch mehr Möglichkeiten, ihre Talente zu entdecken und ihre Zukunft selbstbewusst zu gestalten.























