Bei einer von Kasachstans Ministerpräsident Olschas Bektenow geleiteten Regierungssitzung wurden die Ergebnisse der sozialökonomischen Entwicklung Kasachstans in den ersten neun Monaten des Jahres erörtert.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in diesem Zeitraum um 4,2 Prozent. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählten das verarbeitende Gewerbe, das Bauwesen, der Verkehr und der Handel. Das verarbeitende Gewerbe legte um 8,6 Prozent zu. Die Regierung führt das Wachstum auch auf die Inbetriebnahme neuer Produktionsstätten zurück: 106 Projekte wurden bereits in Betrieb genommen und schufen rund 8.000 dauerhafte Arbeitsplätze. Das Bauvolumen nahm um 11,5 Prozent zu. Auch Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie entwickelten sich positiv, zugleich stiegen die Exporte landwirtschaftlicher Produkte.

Investitionen stützen diese Entwicklung: Von Januar bis September flossen 16,1 Billionen Tenge in das Anlagevermögen, wobei die privaten Investitionen besonders stark zunahmen. Im ersten Halbjahr belief sich der Bruttozufluss ausländischer Direktinvestitionen auf 9,4 Milliarden US-Dollar. Die Regierung setzt darauf, mit weiteren Investitionsprojekten neue Produktionskapazitäten zu schaffen, um so die Wirtschaft breiter aufzustellen.

Die rückläufige Ölförderung belastete das Wirtschaftswachstum. Unabhängig davon verlangsamte sich die Inflation im September auf 9,3 Prozent im Vergleich zu 2025, nach 9,8 Prozent im August. Sowohl die Regierung als auch die Nationalbank wollen den Preisanstieg weiter eindämmen und so die Kaufkraft der Bevölkerung stützen.

DAZ

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