Angesichts der anhaltend angespannten Lage bringt Kasachstan seine Staatsbürger weiterhin mit Sonderflügen aus mehreren Ländern des Nahen Ostens zurück. Mehr als 1.200 Menschen sind bereits evakuiert worden, Tausende halten sich noch in der Region auf.
Die Evakuierung kasachstanischer Staatsbürger aus dem Nahen Osten wird unterdessen weiter intensiv fortgesetzt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Qazinform sowie des Außenministeriums in Astana sind inzwischen mehr als 1.200 Menschen sicher nach Kasachstan zurückgebracht worden. Die Rückholaktionen erfolgen überwiegend mit Sonderflügen nationaler und internationaler Fluggesellschaften. Teilweise aber auch über Landrouten, da in Teilen der Region der Luftraum zeitweise eingeschränkt oder geschlossen ist.
Zu den wichtigsten Evakuierungsmaßnahmen der vergangenen Tage zählen mehrere Sonderflüge der kasachischen Fluggesellschaft Air Astana aus Dschidda und Medina mit Zwischenstopps in westkasachischen Städten. Auch die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Airline flydubai brachte mit Sondermaschinen Hunderte Passagiere aus Dubai nach Kasachstan zurück. Zusätzlich führte die kasachische Fluggesellschaft SCAT einen Evakuierungsflug über Maskat durch, um dort gestrandete Staatsbürger auszufliegen. Innerhalb weniger Tage konnten so über tausend Menschen in ihre Heimat zurückkehren.
Weiterhin viele tausende Kasachstaner im Nahen Osten
Nach offiziellen Angaben halten sich derzeit weiterhin rund 9.000 kasachische Staatsbürger in verschiedenen Ländern des Nahen Ostens auf. Die größte Gruppe befindet sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit mehr als 4.000 Personen. In Katar sind über 3.000 Bürger registriert, in Saudi-Arabien etwa 1.800. Weitere kleinere Gruppen halten sich unter anderem in Israel und im Iran auf. Bei einem Teil handelt es sich um Touristen oder Pilgerreisende. Andere leben und arbeiten dauerhaft in der Region oder besuchen Verwandte.
Die Evakuierung erfolgt auf freiwilliger Basis. Vorrang haben besonders schutzbedürftige Personen wie Familien mit kleinen Kindern, ältere Menschen, Schwangere sowie Bürger mit gesundheitlichen Einschränkungen. Nach Angaben der Behörden stehen die diplomatischen Vertretungen Kasachstans in den betroffenen Staaten in ständigem Kontakt mit den dort registrierten Landsleuten. Sie erfassen deren Situation und koordinieren bei Bedarf Transportmöglichkeiten.
Angesichts der angespannten Sicherheitslage und möglicher weiterer Einschränkungen im internationalen Flugverkehr prüfen die zuständigen Stellen fortlaufend zusätzliche Sonderflüge sowie alternative Routen. Ziel ist es, allen ausreisewilligen Staatsbürgern eine sichere Rückkehr zu ermöglichen und flexibel auf die sich rasch verändernde Lage in der Region zu reagieren.
























