Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Mittwoch die Außenminister von Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan empfangen. Im Mittelpunkt stand der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik und den fünf zentralasiatischen Staaten, insbesondere im Rohstoff- und Energiesektor sowie bei der Weiterentwicklung der Transportverbindungen zwischen Europa und Zentralasien.
Zugleich wurden die sicherheitspolitische Lage, insbesondere in Bezug auf Afghanistan, und die regionale Kooperation, etwa im Bereich des Wassermanagements, erörtert. Das Treffen fand am Rande der „Zentralasien 5+1“-Konferenz statt, zu der die Bundesregierung eingeladen hatte, um den Dialog mit dieser für Deutschland strategisch wichtigen Region zu vertiefen. Es diente auch der Vorbereitung des nächsten Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs.
Parallel dazu traf Bundesaußenminister Johann Wadephul die Außenminister der fünf Staaten zu bilateralen und multilateralen Gesprächen, in denen Energie- und Rohstofffragen, die Koordination zur Vermeidung von Umgehungspfaden der EU-Sanktionen gegen Russland sowie die Zusammenarbeit in Klima- und Ressourcenthemen die Schwerpunkte bildeten. Die Vertreter aus Zentralasien hoben hervor, dass Deutschland von ihnen als strategischer Partner gesehen wird und dass der Austausch im „5+1“-Format erneut in einer freundlichen und konstruktiven Atmosphäre stattgefunden hat.
Dieses Format fördert den strategischen Dialog zwischen Deutschland und den fünf Staaten, der darauf abzielt, die politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusammenarbeit systematisch zu vertiefen. Es wurde erstmals im September 2023 praktiziert, als Bundeskanzler Olaf Scholz die fünf zentralasiatischen Staatspräsidenten zu einem Gipfeltreffen in Berlin eingeladen hatte.
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