In dem bewaffneten Konflikt, der seit dem 14. September die kirgisisch-tadschikische Grenze erschüttert, haben beide Seiten am Wochenende Opferzahlen genannt.

Das kirgisische Außenministerium veröffentlichte am Sonntagabend eine Mitteilung, in der es von einem „vorsätzlich geplanten bewaffneten Akt der Aggression Tadschikistans gegen unseren Staat“ sprach. Die Zahl der Opfer auf der eigenen Seite bezifferte Kirgisistan mit 59 Toten und 144 Verletzten. Der Grenzschutzdienst des kirgisischen Sicherheitskomitees bezeichnete die Lage an der Grenze mit Tadschikistan auch am Montagmorgen als weiterhin angespannt. Allerdings sei zumindest die Nacht von Sonntag auf Montag ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.

Das tadschikische Außenministerium vemeldete in einer eigenen Mitteilung 30 getöte Zivilisten und zwei Grenzschützer auf der eigenen Seite. Die Schuld an der Eskalation wies es kirgisischen Grenzsoldaten zu. Diese hätten „ohne jeglichen Grund einen Akt der bewaffneten Aggression gegen Tadschikistan gestartet“, heißt es.

Kirgisistan hat den heutigen 19. September zum Trauertag ausgerufen. Im ganzen Land sollen, ebenso wie in allen Auslandsvertretungen, die Staatsflaggen auf Halbmast gesetzt werden. Tadschikistan will den dagegen den morgen Dienstag zum nationalen Trauertag ausrufen.

cstr.

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