Kasachstan war zum dritten Mal in Folge mit einem eigenen Stand auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Vom 7. bis 11. Oktober präsentierte sich das Land auf dem Gelände der Messe Frankfurt. So gab es einen Einblick in seine Buch- und Verlagslandschaft, seine Literatur und sein kulturelles Erbe.

Mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Information der Republik Kasachstan nahm eine Delegation von mehr als 30 Vertreterinnen und Vertretern an der Messe teil. Sie fand bereits zum 78. Mal statt. Am Stand Kasachstans wurden rund 300 Bücher führender Verlage des Landes vorgestellt. Dazu gehörten unter anderem Atamura, Mektep, Almatykitap, Arman-PV, Mazmundama und Steppe & World Publishing.

Die Auswahl spiegelte die Vielfalt der kasachischen Verlagsproduktion wider: Sie umfasste Werke der Gegenwartsliteratur, Bücher für Kinder und Jugendliche sowie Publikationen zu Geschichte, Kultur und nationalem Erbe.

Kasachische Autor:innen und ihre Werke

Ein Schwerpunkt des Messeauftritts lag auf der Präsentation kasachischer Autorinnen und Autoren und ihrer Werke. Vorgestellt wurde die englischsprachige Ausgabe von Rosa Mukanowas Werk The Angel of Karaul. Auch die jungen Autoren Arlan und Aslan Aitkalijew präsentierten ihr Buch Harold und Larabelle. Das Königreich der Bücher.

Darüber hinaus wurde Orazaly Sabdens Werk Die Welt, Abai und der Weg der künstlichen Intelligenz vorgestellt. Das Buch setzt sich mit dem Erbe des großen kasachischen Denkers Abai auseinander. Außerdem betrachtet es dieses Erbe im Zusammenhang mit den technologischen Herausforderungen der Gegenwart. Der kasachische Messeauftritt verband so literarische und kulturelle Traditionen mit aktuellen Fragen.

Auch neue Publikationen zur Geschichte und Kultur des Landes waren Teil der Ausstellung. Dazu gehörten BÖRTE. Die Prinzessin der Steppe von Schanat Aimuchambet sowie die Bücher Das ewige und erneuerte Turkestan und Dimash Qudaibergen: Grenzenlose Musik. Gemeinsam vermittelten diese Titel Einblicke in verschiedene Aspekte der kasachischen Geschichte, kulturellen Identität und Gegenwart.

Wichtiger Treffpunkt der Buchbranche

Die Frankfurter Buchmesse zählt zu den wichtigsten internationalen Treffpunkten der Buchbranche. Jedes Jahr kommen dort Autorinnen und Autoren, Verlage, Literaturagenturen, Buchhändler, Übersetzerinnen und Übersetzer sowie Vertreterinnen und Vertreter von Kulturinstitutionen aus aller Welt zusammen.

Neben der Präsentation neuer Bücher gehören Fachgespräche und Verhandlungen über Übersetzungs- und Verlagsrechte zum Programm. Außerdem gibt es den Austausch über die neuesten Entwicklungen der Branche. Die Messe bietet Raum für internationale Kontakte und Kooperationen und macht neue literarische Stimmen und Publikationen einem breiten Fach- und Lesepublikum zugänglich.

Für Kasachstan bot die Teilnahme die Gelegenheit, die Vielfalt seiner Literatur und Verlagsproduktion international sichtbarer zu machen sowie die Kontakte zu Verlagen und Kulturinstitutionen aus anderen Ländern auszubauen.

Der Ausstellungsstand Kasachstans bündelte unterschiedliche Stimmen und Themen unter einem gemeinsamen Auftritt. Zugleich trug er dazu bei, das Interesse an kasachischen Büchern zu fördern und den kulturellen Austausch zwischen Kasachstan, Deutschland und der internationalen Buchwelt zu vertiefen.

aro.

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