Ernst-Abbe-Gymnasium Oberkochen und Werkgymnasium Heidenheim
Im September 2026 fand der Gegenbesuch des deutsch-kasachischen Schüleraustauschs in Almaty statt. Insgesamt nahmen 37 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an der Begegnung teil. Nachdem die kasachischen Jugendlichen bereits im Vorjahr Deutschland kennengelernt hatten, stand nun das Leben, Lernen und Arbeiten in Kasachstan im Mittelpunkt.
Bereits im Schuljahr 2025/26 hatten sich die beteiligten Schülerinnen und Schüler aus Oberkochen und Heidenheim im Rahmen des gemeinsamen Projekts mit der Arbeitswelt in Deutschland beschäftigt. Besuche unter anderem bei der Maschinenfabrik Leitz, der Bundesagentur für Arbeit und der Hochschule Aalen ermöglichten dabei Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder und Ausbildungswege.
In Almaty wurde dieser thematische Schwerpunkt aus kasachischer Perspektive fortgesetzt. Die Gruppe besuchte eine Berufsschule, das Deutsche Generalkonsulat, eine Baumschule mit Plantage, den Fußballverein FC Kairat sowie die Redaktion der Deutschen Allgemeinen Zeitung. Dadurch lernten die Jugendlichen sehr unterschiedliche Arbeitsbereiche kennen und konnten zugleich erfahren, wie sich Unternehmen und Institutionen nach außen präsentieren.
Die Besichtigungen wurden von den Schülerinnen und Schülern dokumentiert und durch eigene Recherchen ergänzt. In deutsch-kasachischen Gruppen entstanden Tagesberichte und Präsentationen zu den einzelnen Einrichtungen.
Die Ergebnisse stellten die Jugendlichen anschließend jüngeren Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Nr. 18 sowie Lehrkräften und Eltern vor. Die gemeinsame Arbeit in gemischten Gruppen förderte dabei nicht nur die fachliche Auseinandersetzung, sondern auch die Zusammenarbeit über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg. Die deutschen Jugendlichen unterstützten ihre Austauschpartner beispielsweise bei der Formulierung und Aussprache der deutschsprachigen Präsentationsanteile.
Auch der Schulalltag bot zahlreiche neue Eindrücke. Die deutschen Schülerinnen und Schüler stellten im Deutschunterricht ihre Heimatstädte Oberkochen und Heidenheim sowie ihre Schulen vor. In weiteren Unterrichtsstunden erhielten sie Einblicke in die kasachische Geschichte, die russische Sprache und aktuelle gesellschaftliche Themen.
Ella Huwer, Schülerin des EAG, teilt ihre Eindrücke: „Schon im Sommer letzten Jahres waren unsere kasachischen Freunde bei uns in Deutschland und haben mehr über das Leben hier gelernt. Wir waren alle bei Schüler*innen des Gymnasiums Nummer 18 untergebracht, da zwischen diesem und dem EAG bereits eine langjährige Freundschaft besteht. Diese gute Beziehung haben wir während unseres Besuchs am Leben gehalten und aktiv gespürt, wie gastfreundlich Kasachstan ist. In unserer Zeit an der Schule und den vielen ereignisreichen Ausflügen konnten wir die vielfältige Natur und die jahrhundertelange Kultur des Landes weiter bestaunen. Unsere Wochenenden nutzen wir um Zeit mit den Familien zu verbringen und selbstständig Ausflüge in der Region zu unternehmen. Als Teil unserer EAG-Tradition haben wir alle zusammen am Abschlussabend ‚Über den Wolken‘ gesungen. Der Abschied viel uns allen besonders schwer und viele Tränen wurden vergossen. Wir werden diese Zeit nie vergessen und sind so dankbar, diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen.“























