Von der EXPO nach Berlin

In Kasachstans Hauptstadt leben viele interessante Menschen. In Kooperation mit der Deutschen Botschaft in Astana stellen wir diese vor, erzählen ihre Geschichte und berichten, was sie mit Deutschland verbindet, so wie die Juristin Alija.

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Ich heiße Alija und bin 24 Jahre alt. Ich wurde in der Stadt Kostanai geboren, seit 2008 lebe ich in Astana. Hier habe ich die Schule und mein Studium des internationalen Rechts abgeschlossen.

Wie ich mit Deutschland verbunden bin? Für mich sind dieses Land und insbesondere die Stadt Berlin zu einer zweiten Heimat geworden. Als ich noch Studentin war, habe ich ein Stipendium des DAAD für ein Auslandssemester an der Hochschule Rhein-Waal im Fach „International taxation and law“ erhalten und konnte so das deutsche Bildungssystem kennlernen. Die Teilnahme an diesem Programm wurde mir von meiner deutschen Dozentin und – mittlerweile auch guten Freundin – in Astana empfohlen.

Meine Eltern ermöglichten mir zahlreiche Reisen nach Deutschland und andere europäische Länder, sodass ich die deutsche Kultur ausführlich kennenlernen durfte. Besonders haben mich immer die Pünktlichkeit, Ordnung und Disziplin der Deutschen beeindruckt. Ich wollte mir diese Eigenschaften von ihnen aneignen.

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Nachdem ich 2016 das Studium beendet hatte, erhielt ich die Chance, im Deutschen Pavillon auf der EXPO mitzuarbeiten. Obwohl meine Bewerbung auch beim Pavillon der Schweiz erfolgreich war, habe ich mich dennoch für Deutschland entschieden. Auf der EXPO habe ich viele interessante Menschen getroffen, neue Freunde gefunden und Arbeitserfahrung gesammelt. Ich bin dem Team des Deutschen Pavillons sehr dankbar, dass es mich in der Zeit meiner Schwangerschaft unterstützt und mir ermöglicht hat, bis zum Ende der Ausstellung zu arbeiten.

Die Arbeit auf der EXPO hat mir gezeigt, dass es wichtig ist, meine Deutschkenntnisse auszubauen. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, an einem Sprachprogramm der Humboldt-Universität zu Berlin teilzunehmen. Dafür bin ich für ein halbes Jahr in die deutsche Hauptstadt gezogen. In dieser Stadt wurde meine Tochter geboren. Ich habe ihr den Namen Amalia gegeben, was sowohl auf Arabisch als auch auf Deutsch Hoffnung bedeutet. Meine Tochter gibt mir die Hoffnung, mich in die richtige Richtung zu entwickeln.

Nach dem Studium in Berlin habe ich einen Job im deutschen Visazentrum in Astana gefunden. In der Zukunft plane ich, ein PhD-Studium in europäischem und internationalem Recht aufzunehmen und in diesem Bereich zu forschen.

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