In Taschkent trafen sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft zum „Tag der deutschen Wirtschaft“ und zur Sitzung des Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrates. Im Fokus standen Investitionen, Industriekooperationen und die Ausbildung von Fachkräften.
In der usbekischen Hauptstadt haben der Tag der deutschen Wirtschaft sowie die 10. Sitzung des Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrates stattgefunden. Die Veranstaltungen gelten als wichtige Plattform für den Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen und brachten hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildungswesen beider Länder zusammen.

Zur feierlichen Eröffnung sprachen der Premierminister Usbekistans, Abdulla Aripow, sowie Uwe Knotzer, Executive Partner der Knauf Group. Ebenfalls anwesend waren der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Usbekistan, Manfred Huterer sowie Michael Harms, Direktor des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Die Redner betonten die strategische Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Usbekistan sowie das wachsende Interesse deutscher Unternehmen an der Region Zentralasien.
Auch das usbekische Ministerium für Investitionen, Industrie und Handel war auf hoher Ebene vertreten. Der stellvertretende Minister Akram Alijew beteiligte sich an einer Fachsession über die Aktivitäten deutscher Unternehmen im Land und moderierte zudem Präsentationen usbekischer Wirtschaftsvertreter im Rahmen dieser Sitzung des bilateralen Wirtschaftsrates.
Im Zentrum des Forums standen Fragen der wirtschaftlichen Kooperation, der industriellen Entwicklung sowie der Fachkräfteausbildung. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung praxisnaher Ausbildungssysteme nach deutschem Vorbild. Neben staatlichen Institutionen wie dem Steuerkomitee und der Agentur für Berufsbildung nahmen auch bedeutende Industrie- und Bildungsakteure teil, darunter das Almalyk Bergbau- und Metallurgiekombinat, das Goethe-Institut sowie internationale Unternehmen wie CLAAS, Schneider Group, GIZ, Wilo, Messe Frankfurt, Bericap, telc, Petroline Holding, Motiba, Prosica, GP Günter Papenburg und Askania Bildung.
Sitzung des Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrates
Die 10. Sitzung des Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrates wurde von Michael Harms moderiert und widmete sich gezielt Investitionsmöglichkeiten in Schlüsselbranchen. Diskutiert wurden insbesondere die Automobilindustrie, die Informationstechnologie, der Rohstoffsektor sowie die industrielle Produktion. Vertreter von Unternehmen und Institutionen wie UzAutoSanoat, Volkswagen, IT Park Usbekistan, Schwarz Digits, Henkel, CLAAS, Control Union, telc, Ernst Klett Sprachen, dem Almalyk Bergbau- und Metallurgiekombinat sowie weiteren Partnern stellten aktuelle Projekte und Perspektiven vor.

Ein zentrales Ergebnis der Veranstaltung waren die zahlreichen bilateralen Gespräche zwischen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und staatlichen Institutionen. Dabei wurden konkrete Kooperationsmöglichkeiten erörtert, insbesondere im Bereich Investitionen, Technologietransfer und berufliche Ausbildung.
Beobachter werten das Treffen als ein weiteres Zeichen für die zunehmende wirtschaftliche Annäherung zwischen beiden Ländern. Während Usbekistan seine Wirtschaft modernisiert und international stärker öffnet, bringen deutsche Unternehmen technologische Expertise, industrielle Erfahrung und Ausbildungsmodelle ein. Besonders die Kombination aus Industriekooperation und Bildungsprojekten gilt als eine wichtige, langfristig tragende Säule dieser Partnerschaft.
Die Veranstalter betonten abschließend, dass die Bereiche Industrie, Digitalisierung, Energieeffizienz und Fachkräfteentwicklung künftig weiter an Bedeutung gewinnen werden. Damit könnte die deutsch-usbekische Zusammenarbeit in den kommenden Jahren deutlich an Tiefe und Umfang gewinnen.
























