Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat die deutsche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, in Astana empfangen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie Perspektiven für gemeinsame Projekte in den Bereichen Energie, Industrie, Digitalisierung und Rohstoffverarbeitung.
Tokajew bezeichnete Deutschland als einen der wichtigsten Handels- und Investitionspartner Kasachstans. Nach seinen Angaben flossen seit 2005 mehr als acht Milliarden US-Dollar an deutschen Direktinvestitionen in die kasachische Wirtschaft, insbesondere in den nicht rohstoffbezogenen Sektor. Derzeit sind im Land mehr als 1.000 Unternehmen mit deutscher Beteiligung tätig. Zu den bekanntesten gehören unter anderem CLAAS, HORSCH, Siemens, BASF, Heidelberg Materials, Siemens Energy, Knauf und Linde.
Kasachstans Attraktivität für ausländische Investoren
Der Präsident verwies zudem auf die in den vergangenen Jahren eingeleiteten politischen und wirtschaftlichen Reformen in Kasachstan. Die Verfassungsänderungen und Maßnahmen zur Modernisierung der staatlichen Institutionen hätten das Investitionsklima verbessert. Damit wurden neue Möglichkeiten für internationale Partner geschaffen. Kasachstan werde auch künftig verlässliche und attraktive Rahmenbedingungen für ausländische Investoren bieten, betonte Tokajew.
Katherina Reiche würdigte die Rolle Kasachstans als wichtigsten Wirtschafts- und Handelspartner Deutschlands in Zentralasien. Sie unterstrich das große Potenzial für eine Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit. Außerdem sprach sie sich für eine weitere Intensivierung gemeinsamer Projekte aus.
Besondere Aufmerksamkeit galt den Bereichen Energie und industrielle Entwicklung. Darüber hinaus erörterten beide Seiten die Zusammenarbeit bei der Förderung und Verarbeitung kritischer Rohstoffe und seltener Erden. Diese sind für die europäische Industrie und die Energiewende von wachsender Bedeutung. Auch der Ausbau von Transport- und Logistikrouten zwischen Europa und Asien wurde thematisiert.
Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland haben in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Deutschland zählt zu den wichtigsten Handelspartnern Kasachstans innerhalb der Europäischen Union und engagiert sich insbesondere in den Bereichen Maschinenbau, Chemie, Energie und Infrastruktur.

























