Die Wirtschaft der Republik Kasachstan hat ihren Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Januar bis Juni real um 4,1 Prozent. Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber den ersten fünf Monaten diesen Jahres um 0,4 Prozentpunkte.
Haupttreiber des Wachstums blieb der Nicht-Rohstoffsektor, dessen Produktion um 5,2 Prozent zunahm. Besonders dynamisch entwickelten sich die Bauwirtschaft (+15,2 Prozent), das verarbeitende Gewerbe (+9,8 Prozent), der Transportsektor (+7,1 Prozent) sowie der Handel (+5,7 Prozent). Auch die Landwirtschaft verzeichnete mit einem Plus von 4,4 Prozent ein solides Wachstum.
Nach Angaben der Regierung entfielen rund 85 Prozent des gesamten Wirtschaftswachstums auf Industrie, Bau, Handel und Transport. Damit setzte sich der Trend fort, die Wirtschaft des Landes breiter aufzustellen und die Abhängigkeit vom Rohstoffsektor zu verringern. Obwohl die Ölförderung im Berichtszeitraum zurückging, konnte die Wirtschaft dank der positiven Entwicklung außerhalb des Energiesektors weiter wachsen. Gleichzeitig stiegen die Investitionen in das Anlagevermögen um 9,6 Prozent auf 9,5 Billionen Tenge. Private Investitionen nahmen sogar um 21,4 Prozent zu und machten 87 Prozent der Gesamtinvestitionen aus. Besonders stark investiert wurde in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, verarbeitendes Gewerbe, Bau- und Landwirtschaft.
Auch der Außenhandel entwickelte sich positiv. In den ersten fünf Monaten des Jahres belief sich das Handelsvolumen auf 56,3 Milliarden US-Dollar. Die Exporte erreichten 30,4 Milliarden US-Dollar, die Importe – knapp 26 Milliarden US-Dollar. Damit erzielte Kasachstan einen Handelsüberschuss von mehr als 4,4 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr hält die Regierung an ihrem Ziel fest, ein Wirtschaftswachstum von mindestens fünf Prozent zu erreichen.























