Eine Delegation aus Deutschland unter der Leitung von Dr. Bernd Fabritius nahm an den regionalen Tagen der deutschen Kultur und Sprache in Almaty teil. Diese Veranstaltung bot ein breites Spektrum an kulturellen Begegnungen, Austauschformaten und Einblicken in die Arbeit der deutschen Gemeinschaft.

Im Rahmen ihres Besuchs in Almaty nahm eine Delegation aus Deutschland unter Leitung von Dr. Bernd Fabritius, dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, an den regionalen Tagen der deutschen Kultur und Sprache im Deutschen Haus teil. Der Besuch wurde zu einer wichtigen Gelegenheit für den Austausch mit Vertretern der deutschen Minderheit in Kasachstan. Zudem diente der Besuch für Gespräche über aktuelle Projekte zur Förderung von Sprache, Kultur und Jugendarbeit.

Gemeinsam mit Vertretern des Bundesministeriums des Innern, des Instituts für Auslandsbeziehungen und weiterer Partnerorganisationen informierte sich die Delegation über die Tätigkeit der deutschen Selbstorganisationen in der Region. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen der kulturellen Identität und der Förderung der deutschen Sprache. Außerdem spielten Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der deutschen Gemeinschaft in Kasachstan eine wichtige Rolle.

Rundgang durch das Deutsche Haus

Während des Rundgangs durch das Deutsche Haus besuchten die Gäste zahlreiche interaktive Stationen und Workshops. Die Delegationsmitglieder erhielten Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten der Organisationen vor Ort. Diese richten sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an ältere Generationen. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung solcher Veranstaltungen für die Bewahrung kultureller Traditionen. Darüber hinaus stärken sie das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der deutschen Volksgruppe.

Großes Interesse weckten die Führungen durch das Museum des Deutschen Hauses. Dort wurde die Geschichte der Deutschen in Kasachstan sowie die Entwicklung der deutschen Bewegung im Land vorgestellt. Darüber hinaus konnten die Gäste kreative und handwerkliche Workshops besuchen, darunter einen Berliner-Polka-Workshop, Stricken, Origami sowie die Zubereitung traditioneller Krebli. Auch Wettbewerbe und interaktive Formate sorgten für eine lebendige Atmosphäre. Dadurch wurden Besucher aller Altersgruppen zum Mitmachen eingeladen.

Im Gespräch mit Vertretern der deutschen Gemeinschaft betonte Dr. Bernd Fabritius die Bedeutung der deutschen Minderheit als Brücke zwischen Deutschland und Kasachstan. Er würdigte das Engagement der zahlreichen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden, die mit ihrer Arbeit zur Bewahrung der deutschen Sprache und Kultur beitragen.

Besuch in der DAZ-Redaktion

Im Rahmen des Aufenthalts besuchte die Delegation außerdem die Redaktion der Deutschen Allgemeinen Zeitung (DAZ). Dort tauschten sich die Gäste mit den Mitarbeitenden über die Rolle deutschsprachiger Medien in Kasachstan und aktuelle journalistische Projekte aus. Außerdem sprachen sie über die Bedeutung einer unabhängigen Medienarbeit für die deutsche Gemeinschaft. In diesem Gespräch wurden unter anderem die Förderung der deutschen Sprache im Medienbereich und die Arbeit mit jungen Autoren thematisiert. Weiterhin wurden geplante Transformationsprozesse und die Entwicklung digitaler Formate angesprochen.

Der Besuch fiel zudem auf einen besonderen Tag: Während seines Aufenthalts in Almaty feierte Dr. Bernd Fabritius seinen Geburtstag. Vertreter der deutschen Gemeinschaft nutzten die Gelegenheit, um ihm persönlich zu gratulieren. Zudem dankten sie ihm für sein langjähriges Engagement für die deutschen Minderheiten.

Den musikalischen Abschluss der Veranstaltung bildete ein Konzert der Band „Kino i Nemzi“, die von der berühmten Kasachstandeutschen Eva Becher geleitet wird. An deren Konzert nahmen zahlreiche Besucher teil und sorgten so für eine echt festliche Stimmung.

Organisiert wurden die regionalen Tage der deutschen Kultur und Sprache von der Almatyer kultur-ethnischen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ gemeinsam mit dem Goethe-Institut Kasachstan mit Unterstützung des Bundesministeriums des Innern sowie der Gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“.

Der Besuch der Delegation machte deutlich, welche wichtige Rolle die deutsche Minderheit im kulturellen Leben Kasachstans spielt. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung der kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den deutschen Organisationen vor Ort, die mit ihrer Arbeit einen wertvollen Beitrag zum interkulturellen Dialog und zur Pflege gemeinsamer historischer und kultureller Wurzeln leisten.

Annabel Rosin

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