M. Daud Hamidi: „Ich möchte meinem Heimatland Afghanistan helfen“

Afghanistan ist relativ reich an Wasserressourcen, doch der Krieg und die Dürren haben viele Probleme verursacht. Foto: pixabay.com

M. Daud Hamidi besuchte das III. Kasachische Wasserforum als Student des Masterstudienganges „Integrated Water Resources Management“ (IWRM) an der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty. Er erklärt, warum er sich für diesen Master entschieden hat und welche Ziele er nach dem Abschluss verfolgt.

Der Studiengang „Integrated Water Resources Management“ (IWRM) vermittelt ganzheitliches Wissen über den Umgang mit der Ressource Wasser. Das Konzept integriert verschiedene Wassernutzungen wie Wasserkraft, Wasserversorgung sowie Abwasserentsorgung, Bewässerung und Entwässerung sowie den Umweltaspekt. Auf diese Weise, befähigt der Master die Studenten, alle sozialen, ökonomischen, ökologischen und technischen Dimensionen bei der Entwicklung und Bewirtschaftung der Wasserressourcen zu berücksichtigen.

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Die Bedeutung von Wasser kann nicht genug betont werden. Wasser ist für die Bevölkerung nicht nur lebensnotwendig, sondern auch direkt und indirekt mit dem Lebensunterhalt verbunden wie Landwirtschaft oder Industrien. Wasser ist auch unverzichtbar für die natürliche Umwelt und verschiedene Ökosysteme, die der menschlichen Bevölkerung zugute kommen. Nach dem Abschluss möchte ich meinem Heimatland Afghanistan helfen.

Daud Hamidi Foto: privat
Daud Hamidi Foto: privat

Afghanistan ist relativ reich an Wasserressourcen und Boden. Doch die vergangenen Jahrzehnte des Krieges und eine Reihe von Dürren haben viele Probleme verursacht. Dazu gehören ein Mangel an effizienten Institutionen, organisatorische Fähigkeiten des Personals und wirksame Regeln und Vorschriften in Bezug auf die Wassernutzung. Darüber hinaus hat eine zentralisierte Struktur der Wasserwirtschaft zu einer schlechten Koordination im Wassersektor und einem allgemeinen Mangel an Informationen und Daten für die Planung geführt. Außerdem existiert ein geringes öffentliches Bewusstsein bei den Interessengruppen sowie bei den lokalen traditionellen Institutionen.

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Diese Faktoren haben die Wasserressourcen in Afghanistan negativ beeinflusst. Zum Beispiel hatte Afghanistan 1980 ein 3,3 Millionen Hektar bewässertes Land, das seither auf 1,8 Millionen Hektar reduziert wurde, wodurch die Wirtschaft und die Umwelt in den ländlichen Gebieten deutlich beeinflusst ist. Der Masterstudiengang IWRM befähigt mich, die erwähnten Probleme im Wassersektor in Afghanistan zu lösen. Eines meiner Ziele ist es, das Ministerium für Energie und Wasser zu unterstützen. Ich möchte die Bewässerung, Wasserkraft und Abwasserprobleme in Afghanistan auf der Grundlage von IWRM verbessern.