Eine Gruppe von jungen Leuten der Weiltal-Schule hat die deutsche Schule 46 in der kasachischen Hauptstadt Astana besucht. Im vergangenen Jahr war die Austauschgruppe der Schule 46 nach Weilmünster gereist. Damit hatten die jungen Leute das Projekt gestartet, das einst in Kooperation mit dem Goethe Institut entstanden war.

Ebenso wie die kasachischen Gastschüler zuvor in Weilmünster wurden die Schüler aus Deutschland bereits am Flughafen sehr herzlich empfangen und von ihren Gastfamilien begrüßt. Am nächsten Morgen bereits wurde die noch etwas vom Jetlag geplagte, aber sehr motivierte Austauschgruppe durch den Schulkomplex 46 geführt und von der Schulleiterin Gulmira Baizulda begrüßt. Dies war der Auftakt zu einem ereignisreichen zweiwöchigen Programm, in dem sowohl die einheimischen Schüler und Lehrer als auch die Gäste ihre neu gewonnenen Freunde besuchen, ihre Kontakte vertiefen und viele gemeinsam geplante Projekte realisieren konnten. Besonders hervorzuheben ist das Begrüßungsfest, ausgerichtet für die Jugendlichen aus Deutschland, die von Evelyn Schaible und Peter Merget auf dieser Fahrt begleitetet wurden. So wurde der innigen freundschaftlichen Erlebnisse in Frankfurt und Weilmünster gedacht und das Ganze von einem kulturellen Programm umrahmt. Bei letzterem gab es Musikbeiträge und Tanzeinlagen der kasachischen Austauschgruppe, Präsentationen über Hessen und Weilmünster, Gedichtvorträge sowie ein Deutschlandquiz.

Astana und Umgebung kennengelernt

In dem abwechslungsreichen Programm, das von den Lehrerinnen Azina Ospanowa und Aiman Bajgschajewa der Schule 46 organisiert und begleitet wurde, standen einige nahgelegene Ausflugsziele auf dem Programm – darunter die Gegend Borowoje, die „kasachische Schweiz“ mit ihrer Seenlandschaft und den bewaldeten Hügeln, sowie das Unesco-Weltkulturerbe am Korgalschin, das für seine Steppenlandschaft und die dort lebenden Flamingos, Kraniche und Pelikane berühmt ist.

Im Kontrast dazu bot die neue Hauptstadt Kasachstans Sehenswürdigkeiten und Besuchsziele, die die Schüler aus Weilmünster ebenfalls begeisterten. Darunter waren auch die „Kazmedia“, der staatliche Rundfunk– und Fernsehsender, das Einkaufszentren „Khan Schatyr“ und das Wahrzeichen der Stadt, der „Baiterek“. Bei dem Besuch der Ballettaufführung „Rodin“ erhielten die Schüler außerdem die Gelegenheit, das architektonisch imposante Operngebäude von Astana von innen zu sehen.

Auf besonderes Interesse stieß der Besuch der Deutschen Botschaft, in der die deutsch-kasachische Austauschgruppe vom Botschafter Guido Herz mit bestärkenden Worten empfangen wurde und anschließend von der zweiten Sekretärin der Kulturabteilung Karin Grönsfeld über die Botschaftstätigkeit informiert wurde.

Aber nicht nur die Ausflugsziele und die reichhaltigen Eindrücke machten das Programm aus, sondern auch die gemeinsame Arbeit an mehreren Projekten. So analysierten die kasachischen und die deutschen Schüler in der Projektarbeit das Freizeitverhalten der Jugendlichen in Kasachstan und Deutschland. Zudem erlernten sie einen kasachischen Tanz und entwickelten ein Faltblatt für die Städte Frankfurt und Astana mit einer Beschreibung beider Schulen.

Am Ende des Austausches waren sich alle einig, dass die gemeinsame Zeit sehr schnell vergangen war. Somit war allen Teilnehmern bewusst, dass man sich auf jeden Fall wiedersehen will – entweder in Astana oder in Weilmünster.

Azina Ospanowa, Deutschlehrerin der DSD-Schule Nummer 46 in Astana

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