Der Zuzug von Spätaussiedlern aus Kasachstan nach Deutschland nimmt seit mehreren Jahren deutlich ab. Dieser Rückgang spiegelt sich in den offiziellen Zahlen des Bundesverwaltungsamts (BVA) wider. Außerdem ist er auch in aktuellen Berichten der Fachpublikation Aussiedlerbote sichtbar.
Während in den 1990er und den frühen 2000er Jahren noch Zehntausende Menschen pro Jahr aus Kasachstan nach Deutschland kamen, liegt die Zahl der registrierten Spätaussiedler aus Kasachstan mittlerweile nur noch im niedrigen Tausenderbereich. Im Jahr 2025 wurden in Friedland registriert. Dies ist der einzige zentrale Aufnahme- und Registrierungsort für Spätaussiedler in Niedersachsen. Insgesamt 4.238 Personen wurden dort erfasst. Darunter befanden sich 1.079 aus Kasachstan, 2.562 aus Russland, 381 aus der Ukraine und 80 aus Kirgisistan.
Friedland dient dabei nicht nur der Erstregistrierung. Vielmehr wird dort auch die Einleitung von Integrationsmaßnahmen wie Sprach- und Orientierungskursen durchgeführt. Die amtlichen Daten des BVA zeigen zudem, dass die Zahl der kasachstanischen Spätaussiedler in den letzten 15 Jahren kontinuierlich gesunken ist. Anfang der 2000er Jahre wurden jährlich noch über 38.000 Personen aus Kasachstan registriert. 2010 waren es dann nur 508. Im Jahr 2012 lag die Zahl etwa bei 422 und 2024 knapp bei 2.546.
Die Registrierung von 1.079 Personen aus Kasachstan in Friedland für 2025 verdeutlicht, dass der Rückgang sich auch in der aktuellen Jahresstatistik fortsetzt. Die Zahl der positiven Bescheide auf Anträge auf Zuerkennung des Spätaussiedler-Status ist ebenso rückläufig. Im Jahr 2025 wurden 6.209 Anträge geprüft. Davon wurden lediglich 3.700 positiv entschieden, was die niedrigste Zahl positiver Bescheide seit über einem Jahrzehnt war. Das Lager Friedland bleibt dabei die zentrale Anlaufstelle für alle neuen Spätaussiedler. Sie werden dort registriert und auf die Integration vorbereitet.























