Der nördliche Teil des Aralsees gewinnt weiter an Wasser. Nach Angaben des kasachischen Wasserministeriums erreichte sein Volumen am 10. August 2026 23,4 Milliarden Kubikmeter. Zum Vergleich: 2022 waren es 18,9 Milliarden Kubikmeter.
Seit Oktober 2025 wurden zudem rund 1,2 Milliarden Kubikmeter Wasser über den Fluss Syrdarja in den See geleitet. Kasachstan bereitet inzwischen die zweite Phase des Projekts zur Wiederherstellung des Nord-Arals vor. Mit Unterstützung der Weltbank soll unter anderem der Kokaral-Damm rekonstruiert werden. Ziel ist es, das Wasservolumen langfristig auf 34 Milliarden Kubikmeter und die Wasserfläche auf rund 3.913 Quadratkilometer zu erhöhen.
Die Maßnahmen sollen nicht nur den Wasserstand stabilisieren, sondern auch die ökologischen und wirtschaftlichen Bedingungen in der Region verbessern. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Fischerei, die nach der Wiederauffüllung des Aralsees wieder deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Gleichzeitig bleibt die sparsame Nutzung des Syrdarja-Wassers eine zentrale Herausforderung für Kasachstan und seine Nachbarstaaten. Auch der Zufluss in den See soll weiter gesteigert werden.
Derzeit fließen während der Vegetationsperiode rund 14 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in den Nord-Aral; bis zum Ende der Saison soll die Abgabe schrittweise auf 100 bis 150 Kubikmeter pro Sekunde erhöht werden. Die Entwicklung des Nord-Arals gilt damit als eines der sichtbarsten Beispiele dafür, wie ein gezieltes Wassermanagement die Folgen der Aralkrise abmildern kann.


























