An der Jessenow-Universität in Aktau sind zwei neue Masterstudiengänge in den Bereichen erneuerbare Energien und Logistik gestartet. Das DAAD-geförderte Projekt verbindet kasachische und deutsche Hochschulen und eröffnet Studierenden Mobilitätsmöglichkeiten in Deutschland.
An der Jessenow-Universität in Aktau wurden zwei neue englischsprachige Masterprogramme eingeführt: „Renewable Energy Systems“ und „Management in Logistics“. Sie entstehen im Rahmen des internationalen Projekts „AKTANTEN in Aktau“, das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) unterstützt wird.
Beteiligt sind die Technische Universität Berlin, die HAW Hamburg, die Technische Universität Darmstadt, die Technische Hochschule Wildau, die Kasachisch-Deutsche Universität (DKU) sowie die Jessenow-Universität. Ziel der Kooperation ist es, internationale Lehr- und Forschungserfahrungen in die Ausbildung zu integrieren und Fachkräfte für den Arbeitsmarkt auszubilden.
Studium mit Deutschlandbezug
Die Programme verbinden Lehre, Forschung und Praxispartnerschaften. Studierende sollen moderne Technologien kennenlernen, an wissenschaftlichen Projekten mitwirken und von Vorlesungen deutscher Gastprofessorinnen und -professoren profitieren. Zudem besteht die Möglichkeit, Studienabschnitte an den beteiligten Hochschulen in Deutschland zu absolvieren.
Nach Angaben der Universität haben die ersten 29 Studierenden ihr Studium bereits aufgenommen. Sie sollen im Rahmen des Projekts internationale Erfahrungen sammeln und diese später für die Entwicklung der Energie- und Logistikbranche in der Region Mangystau einsetzen.
Der kommissarische Rektor der Jessenow-Universität, Ermek Nurmaganbet, betonte, die neuen Programme eröffneten den Studierenden Zugang zu Wissen und Erfahrungen führender deutscher Hochschulen. Die Zusammenarbeit solle langfristig dazu beitragen, die wirtschaftliche Entwicklung Westkasachstans mit qualifizierten Fachkräften zu unterstützen.

Beitrag zur strategischen Partnerschaft
Auch Kasachstans Wissenschafts- und Hochschulminister Sajassat Nurbek würdigte das Vorhaben als konkretes Ergebnis der strategischen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland. Die neuen Masterprogramme stärkten nicht nur die akademische Mobilität, sondern leisteten auch einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Landes.
Hans Ludger Dienel, Dekan der Technischen Universität Berlin, verwies darauf, dass die Initiative an die 2023 angestoßene Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten anknüpfe. Die Studiengänge zeigten, wie Hochschulkooperationen konkrete Perspektiven für junge Menschen schaffen können.
Mit den Programmen in Energie und Logistik baut die Jessenow-Universität ihre Rolle als Partnerin im deutsch-kasachischen Hochschulaustausch weiter aus. Gerade für die wirtschaftlich dynamische Region am Kaspischen Meer gewinnen Fachkräfte in diesen Bereichen zunehmend an Bedeutung.
Mit dem Kasachisch-Deutschen Institut für Nachhaltige Ingenieurwissenschaften (KINI) verfügt die Jessenow-Universität bereits über eine zentrale Plattform der deutsch-kasachischen Hochschulkooperation. Das 2023 gemeinsam mit der Deutsch-Kasachischen Universität gegründete Institut konzentriert sich auf Energiewende, grünen Wasserstoff und nachhaltige Ingenieurausbildung. Die neuen Masterprogramme werden am KINI umgesetzt und knüpfen damit unmittelbar an dessen Forschungs- und Ausbildungsprofil an.
aro.
Quelle: gov.kz

























