Kasachstan und Deutschland wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter vertiefen. Bei einem Treffen mit der Vorsitzenden des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Cathrina Claas-Mühlhäuser, stellte Präsident Kassym-Schomart Tokajew neue Perspektiven für gemeinsame Projekte in zentralen Schlüsselbranchen in den Mittelpunkt.

Bei einem Treffen in der Präsidentenresidenz in Astana hat der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew Ende vergangener Woche die Vorsitzende des Vorstands des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Cathrina Claas-Mühlhäuser, empfangen. Das Gespräch fand vor dem Hintergrund der sich dynamisch entwickelnden Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland statt. Es unterstrich die wachsende Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.

Deutsche Technologien für nachhaltige Entwicklung Kasachstans

Im Mittelpunkt der Gespräche stand die weitere Vertiefung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Beide Seiten hoben hervor, dass insbesondere in den Bereichen Handel, Investitionen und industrielle Kooperation noch erhebliches Ausbaupotenzial besteht. Präsident Tokajew betonte, dass Deutschland für Kasachstan zu den wichtigsten strategischen Partnern in Europa gehört. Weiterhin spielt es eine zentrale Rolle bei der Umsetzung von Modernisierungs- und Diversifizierungsprozessen in der kasachischen Wirtschaft. Vor allem deutsche Technologien und Investitionen seien von großer Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung des Landes.

Ein besonderer Fokus lag auf Schlüsselbranchen wie Energie, Maschinenbau, Agrarwirtschaft, Logistik sowie dem Management von Wasserressourcen. In diesen Bereichen sieht die kasachische Seite konkrete Möglichkeiten für neue gemeinsame Projekte und den Transfer von Know-how. Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit gewinne insbesondere die Zusammenarbeit im Energiesektor und bei nachhaltigen Technologien zunehmend an Bedeutung.

Tokajew würdigte zudem das Engagement des Ost-Ausschusses, der seit vielen Jahren als wichtige Plattform für den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft dient und maßgeblich zur Stärkung der deutsch-kasachischen Beziehungen beiträgt. Der Ausschuss unterstützt Unternehmen beim Markteintritt, fördert Investitionen und begleitet wirtschaftspolitische Initiativen in der Region.

Großes Interesse deutscher Unternehmen

Claas-Mühlhäuser bekräftigte ihrerseits das anhaltend große Interesse deutscher Unternehmen an Kasachstan als Investitionsstandort. Sie verwies auf die positiven Rahmenbedingungen, die das Land für internationale Investoren biete. Sie hob außerdem die Bedeutung von Planungssicherheit, Reformbereitschaft und internationaler Zusammenarbeit hervor. Darüber hinaus gratulierte sie Kasachstan zu den jüngsten politischen Reformen und sprach sich für eine weitere Intensivierung des Dialogs aus.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Gespräche war die Zusammenarbeit im Rahmen des Formats „C5 + Deutschland“, das die Kooperation zwischen Deutschland und den fünf zentralasiatischen Staaten vertiefen soll. In diesem Kontext wurde die Rolle Kasachstans als wirtschaftliches und logistisches Drehkreuz in der Region besonders hervorgehoben.

Abschließend bekräftigten beide Seiten ihren Willen, die wirtschaftlichen Kontakte weiter auszubauen und konkrete Projekte voranzubringen. Das Treffen machte deutlich, dass sowohl Kasachstan als auch Deutschland an einer langfristigen, stabilen und für beide Seiten gewinnbringenden Partnerschaft interessiert sind, die über den reinen Handel hinausgeht und auch Innovation, Nachhaltigkeit und regionale Zusammenarbeit umfasst.

DAZ

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