Almaty ist nicht nur das finanzielle Zentrum Kasachstans, sondern auch die kulturelle Hauptstadt. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt besonders auf der Erforschung und dem Erhalt religiöser Traditionen.

Almaty ist schon lange nicht mehr die Landeshauptstadt. Dafür hat sie für dieses Jahr einen neuen Status verliehen bekommen: „Hauptstadt der islamischen Kultur 2015“. Im vergangenen Jahr trug Almaty den Titel „Kulturhauptstadt der GUS“.

Dieser Titel wurde der Stadt Almaty bereits auf der VI. Islamischen Konferenz der Kultusminister verliehen, die 2009 in Baku stattfand. Das Projekt „Almaty – Hauptstadt der islamischen Kultur“ wurde vergangene Woche mit einer wissenschaftlichen Konferenz zum Thema eröffnet.

Dazu hatte das wissenschaftliche Kulturinstitut des Akimats zusammen mit dem Ministerium für Kultur und Sport ins Kastejew-Museum rund 100 Experten aus den muslimischen Partnerländern eingeladen.

Kasachstan ist bereits seit 20 Jahren Mitglied der Organisation für Islamische Zusammenarbeit. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von 56 Ländern, in denen der Islam Staatsreligion oder die Religion einer größeren Mehrheit der Bevölkerung ist. Die OIZ nimmt für sich in Anspruch, die islamische Welt zu repräsentieren, und hat eigene Vertreter in der Europäischen Union sowie bei den Vereinten Nationen. Im Jahr 2011 fand das Treffen der Kulturminister der OIZ in Astana statt.

Von der Popularisierung des Islam versprechen sich die Verantwortlichen auch, dass das kulturelle und historische Erbe der kasachischen Bevölkerung bewahrt bleibt. Es geht darum, gemeinsam mit den Partnern die islamische Kultur zu erforschen und bestehende Traditionen zu pflegen.

Politiker und Vertreter des Islam erhoffen sich, dass der neuen Titel „Hauptstadt der  islamischen Kultur“ das geistige Fundament  der Kasachstaner gestärkt sowie eine neue Ebene der wissenschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit im Rahmen der OIZ erreicht werde.

„Heute ist unsere Stadt zum Boten eines neuen Kulturprogramms geworden. Sie ist ein Ort der Verschmelzung verschiedener Kulturen. Almaty ist nicht nur Finanzzentrum, sondern soll auch eine Stadt der kulturellen und religiösen Toleranz sein“, erklärte der Akim der Stadt Almaty, Achmedschan Jesimow.

Von Dominik Vorhölter

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