Mit dem feierlichen Spatenstich für das Kulturzentrum BKDR wurde am Montag ein bedeutendes Vorhaben auf den Weg gebracht, dessen politische Grundlage bereits am 18. April 2018 geschaffen wurde.
In seiner ersten Regierungserklärung kündigte der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Errichtung eines Kulturzentrums für die Deutschen aus Russland an. Am 18. Januar 2019 folgte dann die feierliche Schlüsselübergabe an das neu gegründete Kulturzentrum BKDR, das seither übergangsweise seine Arbeit in der Sandstraße 20A in Nürnberg aufgenommen hat.
Mit dem Spatenstich wird nun ein weiterer geschichtsträchtiger Meilenstein erreicht: Der Bau des Kulturzentrums beginnt und damit nimmt ein bundesweit einzigartiges Projekt konkrete Gestalt an. Das Kulturzentrum BKDR ist bis heute die einzige Einrichtung dieser Art in Deutschland und soll künftig als zentraler Ort der Begegnung, Kulturpflege und Erinnerung für die Deutschen aus Russland dienen.
An der feierlichen Zeremonie nahmen unter anderem der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, die Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales Ulrike Scharf sowie Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König teil.
„Die Deutschen aus Russland sind unsere Landsleute“
In seiner Festrede erinnerte Ministerpräsident Dr. Markus Söder an den langen Weg bis zum heutigen Baubeginn und unterstrich die besondere Verantwortung des Freistaats Bayern gegenüber den Deutschen aus Russland: „Ich setze mich seit 30 Jahren für die Aussiedler in Bayern und in Nürnberg ein. Ich habe immer gesagt – und dabei bleibe ich bis heute: Die Deutschen aus Russland sind unsere Landsleute. Sie sind Deutsche. Deshalb tragen wir ihnen gegenüber eine ganz besondere Verantwortung, denn sie waren Opfer des Zweiten Weltkriegs und mussten am längsten unter dessen Folgen leiden. Nun wird nach einer Übergangslösung auch der Neubau des Kulturzentrums Realität.“
Bayerns Staatsministerin Ulrike Scharf betonte in ihrem Grußwort die weitreichende Bedeutung des Kulturzentrums: „Das Kulturzentrum wird ein Ort der Erinnerung, der Begegnung und des Lernens. Das Kulturzentrum ist ein Leuchtturm, der weit über Bayern hinaus strahlen wird. Über Jahrhunderte hinweg haben die Deutschen aus Russland fern der Heimat ihre Sprache und Kultur gepflegt – sie und ihre Geschichte sind Teil unserer bayerischen und deutschen Geschichte. Der heutige Spatenstich ist der Start von etwas Großem. Er zeigt, dass Bayern aus voller Überzeugung hinter der gesellschaftlichen Aufgabe steht, das Schicksal, die Leistung und die Kultur der Heimatvertriebenen, Heimatverbliebenen und (Spät-) Aussiedler im Bewusstsein zu halten.“
Auch Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König hob in seiner Begrüßung die Bedeutung des Bauprojekts hervor: „Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland ist ein sichtbares Beispiel dafür, wie kulturelles Erbe bewahrt und gleichzeitig Brücken in die Stadtgesellschaft geschlagen werden können. Mit dem Neubau investiert der Freistaat in einen Ort, der Geschichte lebendig hält, Begegnungen ermöglicht und den kulturellen Reichtum der Deutschen aus Russland noch stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt. Wir waren in den vergangenen Jahren immer wieder zu Gast beim BKDR und haben die engagierte und wertvolle Arbeit des Hauses sehr zu schätzen gelernt. Wir freuen uns, dass dieses Zentrum in Nürnberg entsteht.“
Mit dem Kulturzentrum BKDR entsteht ein bundesweit einzigartiger Ort der Erinnerung, der Bildung und der Begegnung. Hier werden Geschichte, Kultur und Identität der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum bewahrt, wissenschaftlich aufgearbeitet und für kommende Generationen erlebbar gemacht.
Quelle: Facebook-Account des BKDR
Wir gratulieren dem BKDR zum Spatenstich und wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung dieses wichtigen Projekts!


























