Eine Delegation des Deutschen Bundestages besuchte den Schogorku Kenesch in Kirgisistan. Neben den Gesprächen zur bilateralen Zusammenarbeit trafen die Abgeordneten auch Vertreter des Volksrats der Deutschen Kirgisistans. Außerdem tauschten sie sich über die Situation der deutschen Minderheit aus.

Der Vorsitzende der Freundschaftsgruppe des Schogorku Kenesch (Parlament der Kirgisischen Republik) für die Zusammenarbeit mit Deutschland, Abgeordneter Dastan Bekeschew, empfing Ende vergangener Woche eine Delegation des Deutschen Bundestages. Geleitet wurde diese von Christian Görke (Linke), dem Vorsitzenden der Parlamentariergruppe „Zentralasien – Deutschland“.

Zur Delegation gehörten außerdem die Bundestagsabgeordneten Tobias Winkler (CDU/CSU), Peter Felser (AfD) und Ayse Asar (Bündnis 90/Die Grünen). Auf kirgisischer Seite nahmen an dem Treffen der stellvertretende Parlamentspräsident Bolot Ibragimow sowie die Abgeordneten Edita Taigaraewa, Nilufar Alimschanowa und Dschumabek Salymbekow teil.

Bedeutende Beziehungen zu Deutschland

Bekeschew betonte die besondere Bedeutung der Beziehungen zu Deutschland, das sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch auf internationaler Ebene eine wichtige Rolle spiele. Die parlamentarische Zusammenarbeit schaffe günstige Voraussetzungen für eine weitere Vertiefung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern. Gleichzeitig könne der Austausch zwischen den Parlamenten die zwischenstaatliche Zusammenarbeit ergänzen. Außerdem könne er zur Stärkung des gegenseitigen Vertrauens beitragen.

Der kirgisische Abgeordnete stellte zudem die Struktur und die wichtigsten Arbeitsbereiche des Schogorku Kenesch vor. Besondere Aufmerksamkeit widmete er der Digitalisierung des Gesetzgebungsprozesses. Außerdem ging er auf die Einführung moderner digitaler Technologien und Elementen künstlicher Intelligenz bei der Bearbeitung von Bürgeranfragen ein.

Treffen mit der deutschen Minderheit

Im Rahmen ihres Besuchs in Kirgisistan traf die Delegation des Deutschen Bundestages auch Vertreterinnen und Vertreter des Volksrats der Deutschen Kirgisistans. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Situation der deutschen Minderheit im Land, die Bewahrung von Sprache und Kultur sowie die Arbeit der deutschen Kulturvereine.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Selbstorganisation informierten über aktuelle Projekte und Herausforderungen der deutschen Gemeinschaft und betonten die Bedeutung des Austauschs mit deutschen Institutionen für die weitere Entwicklung der Minderheitenarbeit.

Christian Görke bedankte sich für den herzlichen Empfang und hob die positive Entwicklung der Kirgisischen Republik hervor. Deutschland sei weiterhin an einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit Kirgisistan interessiert – sowohl auf parlamentarischer Ebene als auch in weiteren Bereichen.

Beide Seiten tauschten sich über die zukünftige Entwicklung der kirgisisch-deutschen Beziehungen aus und unterstrichen die Bedeutung eines aktiven parlamentarischen Dialogs.

DAZ

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